Städteverband und Strombranche unterstützen Stromabkommen

13 February 2024 13:54

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Bern/Aarau - Der Schweizerische Städteverband und der Verband der Schweizer Strombranche unterstützen die Bemühungen des Bundes um ein Stromabkommen mit der EU. Beide Verbände haben jedoch auch konkrete Ansprüche an ein solches. Gemeinsam ist dabei ein Eintreten für die Grundversorgung.

Der Schweizerische Städteverband und der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) unterstützen das Engagement des Bundes, ein Stromabkommen mit der EU abzuschliessen. „Ein Abkommen ist zentral für die Versorgungssicherheit sowie die Netzstabilität, sichert die dafür notwendigen Importkapazitäten und den Schweizer Energieversorgungsunternehmen (EVU) den Marktzugang“, schreibt der Städteverband in einer entsprechenden Mitteilung. Als häufige Eigentümerinnen von EVU sind die Städte von einem Stromabkommen unmittelbar betroffen. Im Detail ist der Städteverband insbesondere daran interessiert, dass ein solches Stromabkommen auch bei einer vollständigen Marktöffnung nicht die Grundversorgung für Haushalte und kleinere Unternehmen in der Schweiz gefährdet.

Die Sicherung der Grundversorgung ist auch dem VSE wichtig. Das Abkommen müsse den grundversorgten Haushalten und KMU die Auswahl bieten „in der Grundversorgung zu verbleiben, den Grundversorger zu wechseln oder in den freien Markt zu gehen“, fordert der VSE in einer eigenen Mitteilung. Den Grundversorgern wiederum müsse Planbarkeit insbesondere bei der Strombeschaffung gesichert werden.

Allgemein erwarte die Strombranche, „dass das Stromabkommen mehr Versorgungssicherheit, Rechtssicherheit und Mitgestaltung bringt“, schreibt der VSE. Ein gleichberechtigter Marktzugang soll Schweizer Stromfirmen Zugriff auf die „heute ausschliesslich in der EU anfallenden Effizienzgewinne“ gewähren. Darüber hinaus dürften Schweizer Akteure in den wichtigen Gremien „nicht länger schlechter gestellt sein als jene in den Nachbarländern“. ce/hs

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