Stadt Zürich schreibt Transport und Speicherung von CO2 aus

30 Mai 2023 14:54

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Zürich - Entsorgung + Recycling Zürich will rund 25'000 Tonnen CO2 aus der jährlichen Verfeuerung von entwässertem Klärschlamm und der Biogasanlage abscheiden. Das Unternehmen der Stadt Zürich sucht dafür Firmen, die dieses CO2 abnehmen, transportieren und dauerhaft speichern.

Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) will sich Klarheit über die Kosten für den Transport und die dauerhafte Speicherung von CO2 aus der Klärschlammverwertungs- und der Biogasaufbereitungsanlage am Standort Werdhölzli verschaffen. Zu diesem Zweck sucht sie mit einer öffentlichen Ausschreibung Firmen, die dies während einer Vertragslaufzeit von zehn Jahren für jährlich bis zu 25'000 Tonnen CO2 bewerkstelligen und ihren Preis dafür nennen.

Zudem sollen die Anbietenden einen qualifizierten Ort nennen, an dem das CO2 dauerhaft gespeichert werden soll. Denkbar sind für die ERZ laut einer Medienmitteilung unter anderem ein geologisches Tiefenlager oder die Verwendung in Recyclingbeton.

Die Stadt erwägt, die pro Jahr anfallenden rund 90'000 Tonnen entwässerten Klärschlamms nicht mehr wie bisher zu verbrennen. Stattdessen würde eine entsprechende Abscheideanlage in die bestehende Klärschlammverwertung eingebunden und könnte mit einem 90-prozentigen Wirkungsgrad 20'000 Tonnen CO2 zurückgewinnen. Die Biogasaufbereitungsanlage auf demselben Areal bietet den Angaben zufolge Potenzial zur Abscheidung weiterer 5000 Tonnen CO2. „Eine Reduktion dieser CO2-Emissionen“, so schreibt sie, „wäre ein relevanter Beitrag zur Erreichung der städtischen Netto-Null-Ziele“.

Die Investitions- und Betriebskosten für eine CO2-Abscheidungs- und Verflüssigungsanlage wurden in einer Machbarkeitsstudie auf 210 bis 290 Franken pro Tonne CO2 beziffert. Hinzu kommen Kosten für den Transport und die Endlagerung des CO2. Deren Höhe kann erst mit dem Ergebnis der öffentlichen Ausschreibung festgestellt werden. ce/mm

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