Schweiz gehört zu den friedlichsten Ländern der Welt
08 Juli 2026 14:19
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(CONNECT) Die Welt wird immer unfriedlicher. Das zeigt der aktuelle 2026 Global Peace Index des Institute for Economics & Peace (IEP) mit Sitz im australischen Sydney. Der Verfall der Friedfertigkeit wird namentlich von den zunehmenden militärischen Konflikten und der seit zehn Jahren zunehmenden Aufrüstung vorangetrieben.
West- und Mitteleuropa bildet laut dem Bericht die friedlichste Region der Welt. Hier finden sich die meisten der acht „sehr friedlichen“ Länder der Welt. Spitzenreiter ist auch dieses Jahr Island mit 1,161 Punkten – je niedriger der Punktstand, desto friedlicher. Die Schweiz folgt in Europa mit 1,363 Punkten auf Platz zwei und in der Welt auf Platz drei, nur Neuseeland ist noch etwas friedlicher. Zu den Aufsteigern innerhalb der Spitzengruppe gehören Slowenien, das Platz vier einnimmt nach Platz sechs im Vorjahr, und Portugal, das von Platz acht auf Platz sieben vorrückt. Irland kommt auf Platz fünf, Österreich auf Platz sechs. Singapur auf Platz acht ist das zweite nicht-europäische Land in der Spitzengruppe der sehr friedlichen Länder.
Das IEP beziffert die hohen wirtschaftlichen Kosten der Konflikte in der Welt auf 21,8 Billionen Dollar 2025. Von der Summe entfallen rund 43 Prozent – 9,5 Billionen Dollar – auf Militärausgaben.
Friedfertigkeit rechnet sich. Im globalen Durchschnitt entsprechen die Konfliktkosten 10,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. In den zehn friedfertigsten Ländern entsprechen die Konfliktkosten nur 2,2 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung. In den zehn unfriedlichsten Ländern dagegen entsprechen die Konfliktkosten 23,4 Prozent der Wirtschaftsleistung.
Russland ist mit 3,367 Punkten das unfriedlichste Land der Welt, nach Sudan, Kongo, der Ukraine und Israel.
Das 2007 gegründete IEP veröffentlicht den Global Peace Index bereits zum 20. Mal. Es vergleicht 163 Länder, die zusammen 99,7 Prozent der Weltbevölkerung umfassen. Es verwendet 23 Indikatoren, die es zu drei Themen zusammenfasst, soziale Sicherheit, innere und äussere Konflikte sowie der Grad der Militarisierung. ce/ug