Riverkin misst Wasserqualität

24 Juni 2024 14:54

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VFUInnovation Zürich

Zürich - Jessica Droujko hat in ihrer Doktorarbeit an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich einen Sensor zur Messung der Wasserqualität von Flüssen entwickelt. Mit ihrem Start-up Riverkin will Droujko zum intelligenten und nachhaltigen Wassermanagement beitragen.

Jessica Droujko hat in ihrer Doktorarbeit an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) einen Sensor entwickelt, mit dem die Qualität von Flusswasser gemessen und ausgewertet werden kann. Im Unterschied zu herkömmlichen Messstationen lässt sich der Sensor der ETH-Forscherin leicht und flexibel installieren, erläutert die ETH in einer Mitteilung. Zudem kann das robuste und energiesparende Gerät bis zu 20 Gramm Sediment pro Liter Wasser messen.

„Flüsse sind sehr lebendige und unvorhersehbare Ökosysteme“, wird Droujko in der Mitteilung zitiert. „Bei starkem Regen oder durch die Einleitung von Wasser aus Kraftwerken ändern sich die Wasserparameter oft schlagartig.“ Deshalb brauche es „einen grossen, aber präzisen Messbereich“, so die Forscherin.

Mit ihrer Doktorarbeit hat Droujko die Grundlagen für ein eigenes Unternehmen gelegt. Ihr Start-up Riverkin mit Sitz in Zürich soll die Wasserqualität messen und die gewonnenen Wasserdaten für potenzielle Kunden analysieren. Dabei setzt Droujko zunächst auf die Branche Wasserkraft. Schritt für Schritt will Riverkin aber auch Dienste für Bergbau, Landwirtschaft und Bewässerung anbieten.

Zudem können die Daten von Riverkin zur von Künstlicher Intelligenz gestützten Vermessung von Biodiversität genutzt werden. Viele entsprechende junge Unternehmen „nutzen Satellitenbilder, haben aber keine vor-Ort-Daten“, erläutert Droujko. „Hier können wir aushelfen und einen zusätzlichen Mehrwert bieten.“ ce/hs

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