Pilatus übernimmt Standort der RUAG Aerostructures Schweiz

22 January 2024 16:51

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Emmen LU - Pilatus übernimmt die 230 Mitarbeitenden und den Maschinenpark der RUAG Aerostructures Schweiz AG. Der Nidwaldner Flugzeugbauer will an seinem neuen Standort in Emmen künftig eigene Komponenten herstellen. Pilatus will dort mittel- bis langfristig weitere Arbeitsplätze schaffen.

Die Pilatus Gruppe übernimmt alle Beschäftigten und den Maschinenpark der RUAG Aerostructures Schweiz AG am Standort Emmen. Der Nidwaldner Flugzeugbauer will dort künftig Bauteile und Komponenten für die eigene Flugzeugproduktion in Stans NW herstellen. Die bisherigen Aufträge, die RUAG Aerostructures Schweiz für Drittkunden ausgeführt hat, will Pilatus allerdings für einen begrenzten Zeitraum weiterführen, heisst es in einer Medienmitteilung.

RUAG Aerostructures hat seit Anfang der 90er Jahre in Emmen Bauteile und Komponenten für Pilatus-Flugzeuge hergestellt. Diese Kapazitäten und Kompetenzen gehen nun an Pilatus über. 

Der Flugzeugbauer mietet sich in das Gelände ein. Zugleich sichert er sich in einer Vereinbarung mit RUAG Real Estate die Möglichkeit, eine angrenzende Parzelle zu übernehmen. Hier sollen mittel- bis langfristig weitere Arbeitsplätze entstehen.

„Der neue Standort in der Nähe von Luzern verschafft uns die Möglichkeit eines besseren Zugangs zu Talenten“, wird Pilatus-CEO Markus Bucher in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig können wir im Fabrikationsbereich unser eigenes Know-how erweitern.“

Pilatus-Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli verweist auf die wirtschaftspolitische Dimension. „Mit dieser Übernahme stärken wir den Wirtschaftsstandort Zentralschweiz gezielt, sichern Arbeitsplätze und geben neue Perspektiven.“

Auch die Luzerner Regierung sieht den Wirtschaftsstandort gestärkt. „Der Erhalt des Standortes und insbesondere der Arbeitsplätze ist ein grosses und wichtiges Zeichen für Luzern“, wird Finanzdirektor Reto Wyss in einer Mitteilung zitiert.

Die Wirtschaftsförderung Luzern hat die Übernahme begleitet. Entsprechend erfreut reagiert sie auf den Abschluss. „Damit können die 230 Arbeitsplätze gesichert und der Standort Emmen zukünftig sogar noch ausgebaut werden“, so ihr Direktor Ivan Buck. ce/stk

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