Pace Locator erhält 150‘000 Franken von Venture Kick

27 February 2024 13:16

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Schlieren ZH/Biel BE - Venture Kick unterstützt Pace Locator aus Biel mit 150‘000 Franken. Das Start-up bietet eine innovative Medizintechnik-Software, die elektrische Herzsignale in Echtzeit und in 3D visualisiert.

Pace Locator, Hersteller medizinischer Geräte mit Sitz in Biel, hat eine neuartige Medizintechnik-Software zur Visualisierung elektrischer Herzsignale in Echtzeit und in 3D entwickelt. Die Technik ist für die Erkennung von Herzinsuffizienz etwa bei der Entscheidung über die Implantation eines Herzschrittmachers von Bedeutung. Das 2022 gegründete Jungunternehmen hat laut einer Medienmitteilung vom Start-up-Förderer Venture Kick eine Finanzierung von 150‘000 Franken erhalten und will die Mittel in eine Kampagne zur direkten Kundenansprache investieren und klinische Studienpartner für die geplante internationale klinische Studie im Jahr 2025 finden.

Nach der Implantation eines Herzschrittmachers entwickeln 20 Prozent  der Patienten eine Herzinsuffizienz als direkte Folge der elektrischen Stimulationen. Derzeit gibt es für Kardiologen keine Möglichkeit, vorherzusagen, ob ein Patient zu diesen 20 Prozent  gehören wird, bevor nicht bereits Symptome einer Herzinsuffizienz vorliegen. Die Software von Pace Locator bietet eine nicht-invasive 3D-Visualisierung dieses Risikos, heisst es in der Mitteilung. Das Start-up stützt sich auf ein Jahrzehnt Forschung an der Berner Fachhochschule.

Pace Locator wird als erstes Unternehmen Risikobewertungen für Herzinsuffizienz im Rahmen eines Direktvertriebsmodells anbieten. Da weltweit mehr als 3 Millionen Menschen mit Herzschrittmachern leben und jährlich mehr als 600‘000 neue Herzschrittmacher implantiert werden, schätzt Pace Locator seinen erreichbaren Markt auf mehr als 350 Millionen Franken.

„Mit Hilfe von Venture Kick konnten wir uns mit vielen unserer potenziellen Kunden treffen, unsere Strategie zur Markteinführung überprüfen und wertvolles Feedback erhalten, das wir zur Optimierung unseres Marktpotenzials benötigten“, wird Mitgründerin Emily Thompson zitiert. ce/gba 

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