Nationalbank kann erneut keine Gewinne ausschütten

09 January 2024 12:27

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Zürich - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) schliesst das Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich mit einem Bilanzverlust ab. Bund und Kantone werden daher erneut auf Ausschüttungen der Nationalbank verzichten müssen. Auch im Vorjahr hatte ein Bilanzverlust Gewinnausschüttungen der SNB verunmöglicht.

Die SNB schliesst das Geschäftsjahr 2022 provisorischen Berechnungen zufolge mit einem Verlust von rund 3 Milliarden Franken ab, informiert die Nationalbank in einer Mitteilung. Er wird durch einen Verlust auf Frankenpositionen in Höhe von 8,5 Milliarden Franken generiert. Diesem Verlust stehen ein Gewinn auf Fremdwährungspositionen in Höhe von rund 4 Milliarden Franken sowie ein Bewertungsgewinn auf den Goldbestand in Höhe von 1,7 Milliarden Franken gegenüber.

Trotz des Verlustes wird die SNB den Rückstellungen für Währungsreserven 10,5 Milliarden Franken zuweisen. Bei einer negativen Ausschüttungsreserve von -39,5 Milliarden Franken ergibt sich voraussichtlich ein Bilanzverlust von rund 53 Milliarden Franken für 2023. Dieser Bilanzverlust verbietet der SNB aufgrund der Bestimmungen des Nationalbankgesetzes und der geltenden Vereinbarung zwischen dem Eidgenössischen Finanzdepartement und der Nationalbank eine Ausschüttung für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Deshalb werden Bund und Kantone wie bereits im Vorjahr keine Gewinnausschüttung bekommen und die Aktionäre der SNB erneut auf eine Dividende verzichten müssen, informiert die SNB. Im Geschäftsjahr 2022 hatte die SNB einen Bilanzverlust von 39,5 Milliarden Franken verbucht. Ihren ausführlichen Bericht zum Jahresabschluss 2023 wird die Nationalbank Anfang März publizieren. ce/hs

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