Nachfrage nach Programm für energetische Sanierungen steigt weiter

29 August 2023 14:56

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Bern - Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen verzeichnet im dritten Jahr in Folge eine rekordhohe Nachfrage. Mit 425 Millionen Franken zahlten die Kantone im vergangenen Jahr 18 Prozent mehr Fördermittel aus als noch 2021.

Die Kantone haben mit 425 Millionen Franken den höchsten Betrag seit Bestehen des Gebäudeprogrammes für Sanierungs- und Neubauprojekte ausgezahlt. 2021 hatte die Höhe der ausgezahlten Fördermittel noch bei 361 Millionen Franken gelegen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Demnach fiel der grösste Teil der Beträge mit 130 Millionen Franken auf Haustechnikprojekte. Das entspricht einem Anstieg um 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ausserdem wurden mit Hilfe des Förderprogrammes 17‘000 Öl-, Gas- und Elektroheizungen ersetzt, mit 86 Prozent die meisten davon durch Wärmepumpen. 2021 waren 12‘500 ersetzt worden.

Wärmedämmprojekte wurden mit 128 Millionen Franken ähnlich hoch gefördert wie 2021. Für Systemsanierungen wurden 89,2 Millionen Franken zur Verfügung gestellt, im Vorjahr waren es 81,4 Millionen gewesen.

Mehr als das Doppelte gegenüber 2021 floss 2022 in Projekte der zentralen Wärmeversorgung. Hier stiegen die Fördergelder von 11,9 auf 25,9 Millionen Franken. Indirekte Massnahmen in den Bereichen Information und Kommunikation, Bildung und Qualitätssicherung schlugen 2022 mit 17,6 Millionen Franken zu Buche. 2021 waren dafür noch 15,9 Millionen Franken ausgezahlt worden.

Mit 592 Millionen Franken haben auch die Verpflichtungen von Fördermitteln für energetische Massnahmen, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt und ausbezahlt werden, einen Höchstwert erreicht. „Dies ist ein deutliches Zeichen, dass immer mehr Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer ihre Liegenschaften energieeffizient und klimawirksam sanieren oder neu bauen wollen“, heisst es in der Medienmitteilung.

Das Gebäudeprogramm wurde 2010 als ein wichtiger Pfeiler in der Schweizer Energie- und Klimapolitik aufgelegt. Gebäude verursachen rund 44 Prozent des Energieverbrauchs in der Schweiz und sind für ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. ce/ko

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