Mimic robotics entwickelt neue Roboterhand
20 Juli 2026 09:17
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(CONNECT) Das Zürcher Robotikunternehmen mimic robotics hat mit der Roboterhand M1 und dem Exoskelett U1 eine integrierte Hard- und Softwareplattform für die industrielle Automatisierung präsentiert. Beide Systeme werden ebenso wie die dazugehörige Software vollständig im eigenen Haus entwickelt und gefertigt. Das Unternehmen verfolgt damit einen Full-Stack-Ansatz, bei dem Hardware, Datenerfassung und Künstliche Intelligenz (KI)-Modelle aus einer Hand stammen.
Laut einer Mitteilung von mimic lassen sich Roboter im Gegensatz zu grossen Sprachmodellen nicht mit internetbasierten Datensätzen trainieren. Stattdessen seien hochwertige Daten aus realen Handbewegungen erforderlich. Das Exoskelett U1 wurde deshalb entwickelt, um solche Trainingsdaten direkt von menschlichen Bewegungen zu erfassen. „Das Ziel ist es, Roboterdaten zu sammeln, ohne den Roboter zu benötigen. Teleoperation lässt sich grundsätzlich nicht skalieren“, wird CPO Stephan-Daniel Gravert in der Mitteilung zitiert.
Die Roboterhand M1 orientiert sich funktional an der menschlichen Hand. Sie verfügt über 21 Gelenke und 15 aktiv angetriebene Freiheitsgrade, darunter einen opponierbaren Daumen. Die Finger werden über Sehnen von Aktuatoren im Unterarm bewegt. Dadurch eignet sich das System sowohl für das Heben schwerer Lasten als auch für feinmotorische Greifaufgaben. Gleichzeitig dienen die Antriebe als Kraftsensoren und liefern zusätzliche Daten für die Steuerung der KI.
Das Wearable U1 bildet die Bewegungen der menschlichen Hand eins zu eins auf die Roboterhand ab. Sensoren, Encoder und eine Handgelenkkamera erfassen dabei die Bewegungen präzise und erzeugen Trainingsdaten, mit denen sich Manipulationsaufgaben effizient auf den Roboter übertragen lassen. ce/ja
