Kanton Zürich will Steuern für Firmen und Private senken

21 Juli 2023 14:08

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Zürich - Der Kanton Zürich will den Gewinnsteuersatz von 7 auf 6 Prozent senken. Die Einbussen sollen durch eine stärkere Besteuerung von Dividenden ausgeglichen werden. Eine entsprechende Vorlage geht nun in die Anhörung. Einkommens- und Vermögenssteuer werden 2024 der Teuerung angepasst.

Der Kanton Zürich gleist die Umsetzung des zweiten Teil seiner Steuervorlage 17 auf. Dabei soll der einfache Gewinnsteuersatz von 7 auf 6 Prozent gesenkt werden. Im Gegenzug ist geplant, die Teilbesteuerung von Dividenden aus qualifizierten Beteiligungen von 50 auf 60 Prozent zu erhöhen. Dies bedeutet, dass neu 60 von 100 Franken Gewinnausschüttung zu versteuern wären. 

Die entsprechende Vorlage ist den Städten und Gemeinden zur Anhörung gegeben worden, informiert die kantonale Finanzdirektion in einer Mitteilung. „Dieser zweite Schritt soll helfen, das Steuersubstrat zu erhalten und den Wirtschaftsstandort zu festigen“, wird Finanzdirektor Ernst Stocker dort zitiert. Einer von BAK Economics im Auftrag der Finanzdirektion erstellten Studie zufolge, werden die Anpassungen voraussichtlich zu keinen Mindereinnahmen für den Kanton und zu geringen Mindereinnahmen für die Gemeinden führen. 

Privatpersonen werden im kommenden Jahr von einer Entlastung bei der Einkommens- und Vermögenssteuer profitieren. Hier steht zum Jahresbeginn 2024 die Anpassung von Tarifen und Abzügen an die Teuerung an. Der entsprechende Indexwert hat seit der letzten Anpassung um 3,3 Prozent auf 168,0 Punkte zugelegt. Der Ausgleich der Teuerung wird die Kantone jährlich rund 90 Millionen Einkommenssteuer und die Gemeinden rund 10 Millionen Vermögenssteuer kosten, informiert die Finanzdirektion. ce/hs

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