Innovative Bildgebung verbessert Sichtbarkeit von Knochenheilung

22 January 2024 14:12

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Zürich - Forschende an der Universitätsklinik Balgrist und am Balgrist Campus haben eine innovative Technik für die Darstellung der Knochenheilung erprobt. Sie beruht auf dem Einsatz von Zinnfiltern und monoenergetischer Bildrekonstruktion. Störungen durch Metallimplantate werden verringert.

Der Einsatz eines Zinnfilters und monoenergetisch rekonstruktuierter Bilddaten kann Bildstörungen durch Metallimplantate, sogenannte Metallimplantat-Artefakte, deutlich verringern, erläutert die Universitätsklinik Balgrist in einer Mitteilung. Ihr Chefarzt Radiologie, Reto Sutter, hat eine entsprechende Studie geleitet, die von Adrian Marth, Radiologe am Swiss Center for Musculoskeletal Imaging am Balgrist Campus durchgeführt wurde. Dabei wurde der klinische Nutzen der Kombination aus Filter und monoenergetischer Bildrekonstruktion bei Untersuchungen auf einem Photon Counting Detektor CT-System an 48 Patientinnen und Patienten mit Metallimplantaten an den Füssen oder am Unterschenkel untersucht. Bei einem getesteten Spektrum von Energiewerten zwischen 60 und 190 Kilo-Elektronenvolt (keV) hätten sich Energiewerte von 120 keV am geeignetsten erwiesen, schreibt die Universitätsklinik Balgrist.

„Meines Wissens ist dies die weltweit erste wissenschaftliche Arbeit, die zeigt, dass die höhere räumliche Auflösung des Photon Counting CT auch einen klinischen Effekt bei der Beurteilung der Knochenheilung von Patientinnen und Patienten hat“, wird Sutter in der Mitteilung zitiert. „Durch die signifikante Reduktion von Metallimplantat-Artefakten dank Zinnfilter und monoenergetischer Bildrekonstruktion und damit einer insgesamt höheren Bildqualität kann die Darstellung der Knochenheilung verbessert werden.“ An der Universitätsklinik Balgrist kann der Heilungsverlauf von Patientinnen und Patienten mit Metallimplantaten damit besser beurteilt werden. ce/hs

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