Innovation braucht Zuwanderung

29 April 2016 12:03

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Zürich - Seit der Aufhebung des Euromindestkurses muss der Industrieplatz Schweiz verstärkt auf Innovation setzen. Die Beschränkung der Zuwanderung würde die Innovationskraft der Schweiz jedoch aufs Spiel setzen, stellen Teilnehmer eines NZZ-Podiums fest.

Im Rahmen einer ausverkauften NZZ-Podium zum Innovationsplatz Schweiz haben unter anderem Thomas Held, ehemaliger Direktor von Avenir Suisse, Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich und Michel Gicot, Unternehmensentwickler der Gruppe Mobiliar, über den Innovationsplatz Schweiz diskutiert. Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ in einem Artikel zum Podium schreibt, schreitet die Deindustrialisierung in der Schweiz seit der Aufhebung des Euromindestkurses noch schneller voran als zuvor. Der Grund dafür sei, dass immer mehr Unternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagern. Damit bleibe dem Schweizer Industriestandort vor allem die Innovation – ein Bereich, in dem sie seit Jahren in Europa und global zur Spitze gehöre.

Der Forschungsplatz steht laut Guzzella jedoch vor Herausforderungen: Neue Ideen entstünden dort, wo sich Menschen begegnen. Die Möglichkeit solcher Begegnungen sei jedoch aufgrund der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative in der Zukunft unsicher. Dabei stünden auch die kosmopolitische Ausstrahlung und Attraktivität für hochkarätige Kräfte sowie die  Teilnahme der Schweiz an europäischen Forschungsprojekten auf Spiel. ssp

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