Extreme Hitze ist die grösste Klimagefahr für Städte

30 August 2023 14:49

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London - Extreme Hitze ist laut der gemeinnützigen Umweltorganisation CDP die grösste Klimagefahr für die Städte der Welt. Der Juli 2023 war der heisseste in der Geschichte der Menschheit aufgezeichnete Monat. Zu den hitzebedingten Gefahren gehören auch Dürre und die Gefahr von Waldbränden.

CDP bezeichnet in einer Mitteilung extreme Hitze als die schlimmste Klimagefahr für die Städte der Welt. Die gemeinnützige Organisation betreibt ein globales System zur Offenlegung von Umweltdaten für Unternehmen, Städte, Staaten und Regionen. Die neuesten Ergebnisse zeigen, dass 80 Prozent der 1090 Städte, die ihre Umweltdaten über CDP-ICLEI Track im Jahr 2022 gemeldet haben, mit „signifikanten Klimagefahren“ konfrontiert sind. Mehr als zwei Drittel davon seien bereits „signifikant betroffen“, heisst es in der Mitteilung.

Etwas mehr als die Hälfte (51 Prozent) der berichterstattenden Städte nannten extreme Hitze als Gefahr, was dies zur am häufigsten genannten Klimagefahr macht. Zu den bedeutenden hitzebedingten Gefahren, die von den Städten an CDP-ICLEI Track gemeldet wurden, gehören Dürre (35 Prozent der Städte) und die Gefahr von Waldbränden (19 Prozent). Der Juli 2023 war der heisseste jemals aufgezeichnete Monat in der Geschichte der Menschheit.

Von den Städten, die über Klimagefahren berichteten, meldeten 179 Städte in Nordamerika extreme Hitze als erste Klimagefahr, gefolgt von 153 Städten in Europa und dem Vereinigten Königreich und 86 Städten im asiatisch-pazifischen Raum. Das CDP stellt fest, dass Städte in Afrika, dem Nahen Osten und einigen asiatischen Regionen, die besonders von extremer Hitze betroffen sind, nach wie vor relativ wenig Daten über den CDP-ICLEI Track melden.

Der Analyse zufolge sind die Auswirkungen extremer Hitze am stärksten bei älteren Menschen (88 Prozent der Städte berichten darüber), Haushalten mit niedrigem Einkommen (67 Prozent), Kindern und Jugendlichen (63 Prozent) und Randgruppen der Bevölkerung (45 Prozent).

Maia Kutner, CDP-Direktorin für Städte, Staaten und Regionen, wird in einer Mitteilung zitiert, dass die letzten Monate einen Einblick in die Zukunft des Planeten gegeben hätten. „Ein Feuer nach dem anderen hat Häuser, Lebensgrundlagen und die Natur von Hawaii bis China vernichtet; der heisseste Monat, der jemals in der Geschichte der Menschheit aufgezeichnet wurde; und die wärmste gemeldete Meerestemperatur. All das wird in kommenden Jahren dann als unbedeutend erscheinen“, so Kutner weiter. ce/em 

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