EU-Mechanismus sichert Versorgung der Crans-Montana-Opfer
09 Januar 2026 11:16
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(CONNECT) Nach der Brandkatastrophe bei Neujahrsfeierlichkeiten in Crans-Montana wurden die Opfer in der Schweiz erstversorgt, eine spezialisierte Behandlung stellte dann die Unterstützung der Europäischen Union sicher. Dafür wurde laut Mitteilungen des Bundes und der EU der Europäische Zivilschutzmechanismus (Union Civil Protection Mechanism/UCPM) aktiviert. 35 Personen konnten auf diese Weise in Spitäler im EU-Ausland verlegt werden. Zudem unterstützten europäische Fachleute die Arbeit direkt in der Schweiz. Der Bund betonte, die Zusammenarbeit mit allen internationalen Helfenden sei reibungslos und effizient verlaufen; die EU erklärte, in voller Solidarität an der Seite der Schweiz zu stehen.
Konkret wurden Schweizer und ausländische Staatsangehörige mit Brandverletzungen nach Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien gebracht. Spezialisierte Teams, sogenannte Burn Assessment Teams, aus Frankreich und Italien waren in Spitälern im Wallis und in Lausanne im Einsatz. Die Nationale Alarmzentrale in Bern erhielt Unterstützung durch Verbindungspersonen des Europäischen Emergency Response Coordination Center (ERCC).
Der UCPM wurde 2001 durch die Europäische Kommission eingerichtet und hat gemäss EU-Aussagen der EU mittlerweile in weit über 800 Fällen Unterstützung gewährleistet. Die dazugehörige Koordinationsstelle ist weltweit rund um die Uhr im Einsatz. Durch diesen Mechanismus soll die Zusammenarbeit im Zivilschutz zwischen den EU-Mitgliedstaaten und weiteren teilnehmenden Staaten wie Island, Norwegen oder auch Albanien gestärkt werden.
„Dies ist ein tragischer Beginn des Jahres für so viele Familien. (…) In solch schwierigen Momenten stehen wir füreinander ein und prüfen, wie wir bestmöglich Unterstützung leisten können. Wir stehen in voller Solidarität mit der Schweiz: Die Kommission koordiniert die von Ländern aus ganz Europa angebotene Hilfe und wird diese Unterstützung nach Bedarf fortsetzen“, wird EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zitiert. ce/yvh
