Effizienz bremst Verbauchsanstieg bei Rechenzentren
08 Juli 2026 14:38
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(CONNECT) Das Bundesamt für Energie (BFE) hat die Entwicklung des Stromverbrauchs von Rechenzentren in der Schweiz in einer Studie dokumentiert. Der Bericht „Rechenzentren in der Schweiz – Stromverbrauch und Effizienzpotenzial“ steht Interessierten zum Download zur Verfügung. Anlässlich der Veröffentlichung hat das BFE auf seinem Energiemagazin energeiaplus ein Interview mit dem Projektleiter der Studie, Martin Jakob, geschäftsführender Gesellschafter der TEP Energy GmbH, geführt.
Die Studie zeigt einen nur moderat gestiegenen Energieverbrauch der Schweizer Rechenzentren auf. Dies habe vor allem mit Effizienzgewinnen zu tun, erläutert Jakob im Interview. Sie basieren unter anderem darauf, dass Unternehmen und Verwaltungen ihre Rechenleistungen zunehmend von kleineren internen Zentren in effizienter arbeitende Colocation- und Cloud-Rechenzentren auslagern. Zudem fällt der Stromverbrauch moderner Speicher und Server um rund 20 bis 40 Prozent geringer als der von rund fünf Jahre älteren Geräten aus.
Als weiteren Faktor für den nur moderaten Anstieg des Stromverbrauchs nennt die Studie die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Schweiz. KI werde in der Anwendung im Alltag sowohl von Menschen als auch von Unternehmen genutzt, erläutert Jakob. Das sehr energieintensive Trainieren der KI-Modelle finde hingegen eher nicht in der Schweiz statt. Als Hintergrund führt Jakob die im Vergleich zu anderen Regionen hohen Strom- und Bodenpreise des Landes an.
Die Effizienz von Rechenzentren lasse sich sowohl was die Infrastruktur betrifft als auch hinsichtlich der Anwendungen auch zukünftig weiter steigern, meint Jakob. Konkret wird im Interview ein bestehendes Energieeffizienzpotenzial von 38 Prozent des Stromverbrauchs genannt. Zudem sind gerade grosse Rechenzentren derzeit noch sehr tief ausgelastet. ce/hs