Bund schreibt Reservekraftwerke neu aus

28 Juli 2023 13:53

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Bern - Das Bundesamt für Energie hat die erste Ausschreibung für Reservekraftwerke nach 2026 gestartet. Ihr Volumen liegt bei einer elektrischen Gesamtleistung von 400 Megawatt. Die Kraftwerke müssen 15 Jahre lang jeweils von Dezember bis Mai für etwaige Engpässe beim Winterstrom zur Verfügung stehen.

Die Ausschreibung für Reservekraftwerke nach 2026 läuft. Das Bundesamt für Energie (BFE) nimmt bis zum 15. Februar nächsten Jahres Gebote für neue, bestehende oder stillgelegte Anlagen entgegen. Zusammen sollen sie 15 Jahre lang jeweils vom 1. Dezember bis 31. Mai eine Gesamtleistung von 400 Megawatt bereitstellen. Mit den Reservekapazitäten sollen Leistungs- und Energiereserven für eventuelle Strommangellagen vorgehalten werden.

Für den Zuschlag berücksichtigt werden laut einer Medienmitteilung insbesondere der Preis, die technische Qualität, die Dauer, bis eine Anlage einsatzbereit ist, sowie die Auswirkungen auf die Umwelt, der Standort und die Netzanbindung eines Projekts. Sie werden die bisherigen 336 Megawatt ablösen, die bis Ende Frühling 2026 durch das temporäre Reservekraftwerk Cornaux 1 in Cornaux NE, jenes in Birr AG sowie das Gas-Kombikraftwerk Thermatel in Monthey VS zur Verfügung stehen.

Zur Stromreserve gehören neben der Wasserkraftreserve die ergänzende Reserve bestehend aus Reservekraftwerken, gepoolten Notstromgruppen und Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen (WKK). Eine Ausschreibung für gepoolte Notstromgruppen und WKK-Anlagen erfolgt voraussichtlich im Herbst 2023. Weitere Notstromgruppen werden von den vom BFE beauftragten Poolern akquiriert. ce/mm

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