Stadler und Siemens liefern automatische Züge nach Kopenhagen

09 Februar 2026 09:07

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Bussnang TG/München/Kopenhagen - Ein Konsortium aus Stadler Rail und Siemens Mobility liefert vollautomatische S-Bahnzüge nach Kopenhagen. Beide Unternehmen haben mit den Dänischen Staatsbahnen Service und Wartung über 30 Jahre vereinbart. Das Auftragsvolumen umfasst 3 Milliarden Euro.

(CONNECT) Ein Konsortium unter Führung von Siemens Mobility aus München und der Stadler Rail AG mit Sitz in Bussnang hat mit den Dänischen Staatsbahnen (DSB) einen Liefervertrag über 226 vollautomatische vierteilige Züge für die S-Bahn in Kopenhagen abgeschlossen. Wie es in einer Mitteilung heisst, beläuft sich das Auftragsvolumen auf etwa 3 Milliarden Euro. Eine Option auf Lieferung weiterer 100 Züge ist ebenfalls eingeschlossen.

Siemens Mobility übernimmt bei dem Auftrag die elektrische Ausrüstung, einschliesslich Antriebs- und Bremstechnik, Bordstromversorgung, Fahrzeug- und Zugsteuerung, Fahrgastinformationssystem sowie Drehgestelle. Stadler liefert die Wagenkästen, die Kupplungen, die gesamte Innenausstattung und Sitze, Klimaanlagen sowie Türen und übernimmt zudem die Endmontage der Züge. Siemens Mobility bietet zudem ein massgeschneidertes Service- und Wartungssystem über eine Laufzeit von 30 Jahren an, darin eingeschlossen ist auch die gesamte IT-Wartung. Die ersten Züge sollen 2032 in Betrieb gehen.

„Dies ist die grösste Investition in der 90-jährigen Geschichte der S-Bahn. Mit dieser Investition macht DSB einen weiteren wichtigen Schritt, um den öffentlichen Nahverkehr der Hauptstadt zukunftssicher zu gestalten“, wird Flemming Jensen, CEO der Dänischen Staatsbahnen, in der Mitteilung zitiert. Michael Peter, CEO von Siemens Mobility, sieht in dem Auftrag „das weltweit grösste offene Bahnsystem mit automatisiertem Zugbetrieb“.

„Der Auftrag hat grosse strategische Bedeutung und wird uns dabei unterstützen, unsere Präsenz in Nordeuropa weiter auszubauen. Wir danken DSB für den Auftrag und freuen uns darauf, die Züge in unserem bewährten Konsortium mit Siemens zu bauen“, erklärt Ansgar Brockmeyer, Leiter der Division Marketing & Sales und stellvertretender Group CEO von Stadler. ce/ww

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