
Methanol-Mengenschwelle wird in der Störfallverordnung angehoben
22 Oktober 2025 14:23
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(CONNECT) Das Swiss Power-to-X Collaborative Network hat laut einer Medienmitteilung gemeinsam mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und dem Verband Powerloop die Schweizer Methanol-Sicherheitsstandards konsolidiert. So konnte die Mengenschwelle von Methanol in der Ausnahmeliste der Störfallverordnung per 1. Oktober 2025 von 2 Tonnen auf 20 Tonnen angehoben werden.
Die Anhebung der Mengenschwelle reduziert administrative Hürden für die Nutzung von erneuerbarem Methanol zur synthetischen Treib- und Brennstoffherstellung. Die konsolidierten Standards gewährleisten ein hohes Sicherheitsniveau für Mensch und Umwelt und reichen von Schulung, Schutzausrüstung, Lagerung, Brand- und Explosionsschutz bis zu Umwelt- und Notfallmanagement. Dabei gelten sie für Betriebe jeglicher Grösse.
„Die Branche hat hier Verantwortung übernommen und zeigt, dass freiwillige Eigenregulierung funktionieren kann. Die konsolidierten Standards schaffen Planungssicherheit für Unternehmen, die (grünes) Methanol als Energieträger der Zukunft einsetzen, und unterstützen die Entwicklung der Power-to-X-Technologien in der Schweiz“, wird Peter Metzinger in der Mitteilung zitiert, Co-Geschäftsführer von SPIN
Erneuerbares Methanol gilt als einer der wichtigsten Rohstoffe für die Produktion erneuerbarer synthetischer Treib- und Brennstoffe der Zukunft, ist allerdings bereits in kleinen Mengen toxisch und mit einem Flammpunkt von 10 Grad Celsius leicht entzündbar, heisst es von SPIN.
Das Swiss Power-to-X Collaborative Network ist das Netzwerk der Schweizer Power-to-X-Netzwerke. Ziel des Verbands ist es, die hundertprozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien in der Schweiz und weltweit zu beschleunigen und bis 2050 mindestens Netto-Null-Treibhausgasemissionen (insbesondere CO2) zu erreichen. ce/ja