Zürcher Forschende arbeiten an Hilfstechnologien für Menschen mit Behinderungen
13 Januar 2026 09:08
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(CONNECT) Forschende des Instituts für Computerlinguistik an der Universität Zürich (UZH) arbeiten an der Entwicklung computerbasierter Hilfstechnologien für Menschen mit Behinderungen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sind an dem von Sarah Ebling geleiteten Flagship-Projekt neben der UZH die in Winterthur ansässige Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und die Hochschule für Heilpädagogik aus Zürich als Bildungseinrichtungen beteiligt. Als Praxispartner treten unter anderem die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), verschiedene Bundesämter, der Schweizer Gehörlosenbund und die Zürich Versicherung auf. Das bereits 2022 begonnene Projekt wird von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung (Innosuisse) gefördert und ist über einen Zeitraum von vier Jahren mit 12 Millionen Franken dotiert.
Ziel der Forschungsarbeiten ist, computergestützte Technologien zu verbessern, um Menschen mit Behinderungen Informationen und Dienstleistungen besser zugänglich zu machen. So sollen beim Fernsehen Seh- und Hörbehinderten Informationen mit von Künstlicher Intelligenz kreierter audio-visueller Hilfe angeboten werden. „Die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie war teilweise sehr herausfordernd. Da galt es, vorausschauend die unterschiedlichen Erwartungen auszutarieren“, wird Sarah Ebling in der Mitteilung zitiert.
Am 20. Januar werden bereits Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Projekt soll Ende April 2026 abgeschlossen werden. Im Anschluss sollen die erarbeiteten Technologien von Umsetzungspartnern aus der Industrie weiterentwickelt werden. Nach Ansicht Sarah Eblings sollten auch mehr Veranstaltungen an der UZH in Gebärdensprache gedolmetscht werden, um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen auch im Bildungssektor voranzutreiben. ce/ww
