
Walliser Alpen werden zum Wasserlabor Europas
24 Juni 2026 13:42
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(CONNECT) Das alpine Wassereinzugsgebiet rund um Val de Bagnes ist durch drei Forschungsprojekte der Europäischen Union im Zentrum internationaler Forschung zu Klimaresilienz in Bergregionen. Zentral ist dabei das Engagement der Altis Groupe als regionaler Wasser- und Energiedienstleisterin. Ihr Versorgungsgebiet ist ein Testlabor dafür, wie die Folgen des Klimawandels auf die Wasserversorgung eingedämmt werden können. „Val de Bagnes bietet ideale Voraussetzungen, um neue Technologien mit aktiver Unterstützung der Gemeinde und lokaler Akteure rasch zu testen und einzuführen“, wird der Altis-Projektverantwortliche Roderick Constantin in einer Mitteilung zitiert.
Das Projekt ToDrinQ ist in seiner letzten Phase und zielt auf ein Trinkwasser-Monitoring zu Zeiten des Klimawandels ab, wobei etwa auch neue Bakterienstämme in Bergquellen erkannt werden. „Durch ToDrinQ konnten wir Sensoren zur Überwachung der Trinkwasserqualität unter realen Bedingungen testen“, erklärt Constantin. Die Resultate haben schon heute zu Innovationen beigetragen. Das Technologieunternehmen bNovate Technologies aus Ecublens hat etwa den Sensor BactoSense verfeinert. Momentan prüft Altis, ihn dauerhaft ins System zu integrieren.
Auf ToDrinQ baut das EU-Projekt QleanUP auf, das Anfang 2026 gestartet ist. Neben Altis ist das Innovationszentrum für Wasser- und Energiefragen BlueArk in Val de Bagnes ein wichtiger Partner. Bei QleanUP geht es um die Qualitätsüberprüfung von Oberflächengewässern wie Seen und Flüssen. Bald werden vor Ort die ersten Sensoren angebracht. Bei positiven Ergebnissen ist laut Constantin eine Ausweitung auf den Kanton Wallis oder die gesamte Schweiz denkbar.
Letztlich stellt Altis sein Gebiet als eine von sechs Demo-Regionen im EU-Projekt MountResilience zur Verfügung. Unter dem thematischen Dach der Klimawandelanpassung liegt hier der Fokus auf der Gletscherschmelze. Die Fachleute arbeiten unter anderem an einer digitalen Plattform, die Überwachung, Datenfluss und am Ende rasche Reaktionen vereinfachen soll.
Bei allen Projekten kommen laut Constantin Partner mit vergleichbaren Herausforderungen, aber unterschiedlichen Erfahrungen zusammen. Dabei erweitern sie ihr Netzwerk um neue Technologien und Ansätze. Die Schweiz ist als Wasserschloss Europas ein natürlicher Teil dieses Ökosystems und kann sich durch die Teilnahme am Europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation voll einbringen. Dabei zeigte Euresearch den Unternehmen Fördermöglichkeiten auf und unterstützte sie massgeblich bei der Antragstellung. „So werden gemeinsam Problemstellungen im Wassermanagement angegangen – mit positiven Effekten, die weit über die Laufzeit der Projekte hinausreichen“, sagt Constantin. ce/yvh