Technologiefirmen stehen vor Neudefinition ihrer IT-Strategie
10 November 2025 12:17
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(CONNECT) Die Info-Tech Research Group hat ihren diesjährigen Tech Trends-Bericht veröffentlicht. Der Bericht erläutert, wie geopolitische Instabilität, Fortschritte bei der Künstlichen Intelligenz (KI) und exponentielle Transformationen Unternehmen dazu zwingen würden, ihre IT-Strategie neu zu definieren. Mit dem Bericht möchte das globale Unternehmen für IT-Forschung und -Beratung Führungskräften anhand acht Trends Orientierung liefern, um derzeitige Herausforderungen zu meistern und messbare Ergebnisse zu erzielen. Der Bericht basiert auf Erkenntnissen der Studie Future of IT 2026, die von Mai bis Juli 2025 weltweit über 700 IT-Entscheidungstragende berücksichtigte.
Laut Info-Tech lässt sich ein Wandel vom globalen Markt zu multipolarer Unsicherheit beobachten. Damit verbunden seien zum einen der Trend hin zu einer resilienten Lieferkettenbeschaffung sowie der Trend zur integrierten organisatorischen Resilienz. Aufgrund geopolitischer Spannungen, Lieferabhängigkeiten und Zöllen müssen Unternehmen diversifizierte, resiliente Modelle aufbauen und auf eine aktive, integrierte Risikostruktur setzen, heisst es.
Zum anderen gäbe es einen Wandel von digitalen Instrumenten hin zu gesteuerter intelligenter Autonomie. Zu beobachten sei erstens der Trend hin zur Multi-Agenten-Orchestrierung. In Zukunft werden Unternehmen von der einfachen Workflow-Automatisierung zu KI-gesteuerten Ökosystemen übergehen, welche kontinuierliche Optimierung und Entscheidungsfindung ermöglichen. Der zweite Trend sei die Entwicklung hin zu intelligenten, selbstregulierenden Sensornetzwerken, welche eine schnellere Entscheidungsfindung und operative Autonomie ermöglichen. Als dritten Trend identifiziert der Bericht höhere Investitionen in Cybersicherheit, da KI nicht nur eine Stütze, sondern auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstelle.
Drittes Thema sei exponentielle IT, wobei ebenfalls drei Trends zu beobachten seien. Unternehmen verlagern sich zum einen weg von zentralisierten Datenseen hin zu domänenspezifischen Datenstrukturen, welche die Qualität, Zugänglichkeit und Compliance verbessern. Zum anderen verlagere sich die Infrastruktur hin zu speziell entwickelten Plattformen und es werde weniger auf Einheitslösungen gesetzt. Letztlich sei ein Trend hin zu ergebnisorientierten IT-Bereitstellungsmodellen zu beobachten, was die Grenze zwischen Software und Services verwische.
Unternehmen werden laut Info-Tech die menschliche Anpassungsfähigkeit mit der maschinellen Intelligenz in Einklang bringen müssen, um die zunehmenden Unsicherheiten zu meistern. „Technologie ist nur die halbe Miete“, erklärt Brian Jackson, Forschungsleiter und Hauptautor des Berichts. „Echte Transformation hängt von der Fähigkeit der Führung ab, Weitsicht, Governance und Innovation in alle Bereiche zu integrieren.“ ce/nta
