Sygnum Bank testet KI-Agenten für Live-Transaktionen
19 Mai 2026 11:41
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(CONNECT) Sygnum, eine global agierende Digital-Asset-Banking-Gruppe mit Sitzen in Zürich und Singapur, hat als erste in der Schweiz regulierte Bank einen KI-Agenten für Live-On-Chain-Transaktionen getestet, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der Agent nutzt von Kunden verfasste Texte ohne Formatierungscodes (Plain-Text-Anweisungen), um mehrstufige Live-Transaktionen auf einem Blockchain-Mainnet auszuführen. Dafür plant die KI Schritte eigenständig vor, überprüft relevante Smart Contracts und markiert potenzielle Transaktionsrisiken. Nach fertiger Planung wird jede Transaktion dem Kunden zur Genehmigung präsentiert.
Dem System liegt das sogenannte Human-in-the-Loop-Design zugrunde, was ein Kernprinzip des Entwicklerteams AI@Sygnum ist. Die KI-unterstützten Transaktionen werden daher nur über die selbstverwahrte digitale Geldbörse des Kunden auf seinem eigenem Gerät signiert. Private Schlüssel verbleiben so jederzeit auf dessen eigenem Gerät und unter Kontrolle des Kunden.
„Die zentrale Herausforderung besteht darin, bankübliche Zustimmung, Verwahrung und Vertrauen zu erhalten – und sogar zu verbessern", wird Thomas Frei zitiert, Leiter für AI, Datenanalyse und AI@Sygnum. „Genau das wollen wir lösen, und dieser Pilot zeigt: Eine regulierte Schweizer Bank kann ihren Kunden die Geschwindigkeit, Bequemlichkeit und Zugänglichkeit einer agentengesteuerten Ausführung bieten, ohne dass sie jemals die Kontrolle über ihre Vermögenswerte aufgeben."
Der Pilot wurde mit dem offenen Standard Model Context Protocol (MCP)-Server entwickelt und nutzt Anthropics Claude als zugrundeliegendes KI-Modell. Der KI-Agent ist derzeit noch nicht für Kunden verfügbar, da dessen Einsatz noch vollständigen regulatorischen, Compliance- und Sicherheitsprüfungen sowie entsprechenden Genehmigungen unterliegt. ce/ja
