Zürich testet Sensoren an öffentlichen Stühlen

11. August 2022 13:09

Zürich - Stadt Zürich, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich und Elektrizitätswerk der Stadt Zürich führen Sensorentests im Stadtgebiet durch. Bis Ende September sammeln die Messgeräte Daten zur Nutzung der Stühle auf dem Münsterhof und dem Vulkanplatz. Die Sensoren könnten in die künftige Stadtentwicklung eingebunden werden.

Die Stadt Zürich testet gemeinsam mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) gemäss einer Medienmitteilung bis Ende September Sensoren zur Nutzung der Stühle auf dem Münsterhof und dem Vulkanplatz. Die Sensoren befinden sich an den Stuhlbeinen und erfassen, wo, wie oft und wie lange Menschen die Stadtmöbel nutzen. Neben Standort, Frequenz und der Verweildauer sollen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lärmpegel erfasst werden.

Das Tiefbauamt habe bisher Daten zur Mobilität per Velo erhoben und vespricht sich von der Auswertung der Daten mehr Kenntnisse über das Verhalten der Bevölkerung im öffentlichen Raum. Einer Prüfung unterzogen werden auch die Zuverlässigkeit der Sensoren, die Datenübertragung und -auswertung sowie die Nachhaltigkeit.

Bei guten Erfahrungen mit dem in der Smartcity-Strategie angesiedelten Pilotprojekt erwägt die Stadt, die Sensoren in die Planung von öffentlichen Räumen einzubinden, etwa bei der Umgestaltung von Plätzen.

Die Sensoren wurden im Center for Project-Based Learning (PBL) der ETH entwickelt. ewz unterstützt die Messungen mit Zugang zum Long Range Wide Area Network (LoRaWan). Der Datenschutz ist gewährleistet und die Privatsphäre wird gewahrt, versichert die Stadt in der Medienmitteilung. „Damit die Menschen auch künftig – vor dem Hintergrund des Klimawandels und der wachsenden Bevölkerung – gerne in Zürich verweilen, gewinnt eine bedarfsgerechte Planung des öffentlichen Raums an Wichtigkeit“. heg

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