ZHK will mehr Klarheit bei Sorgfaltspflichten

13. Juli 2021 11:38

Zürich - Die Zürcher Handelskammer begrüsst im Grundsatz den „wesentlich massvolleren“ indirekten Gegenvorschlag des Parlaments zur Initiative zur Unternehmensverantwortung. Doch sieht sie bezüglich einzelner Punkte Anpassungsbedarf, etwa mehr Klarheit bei den Sorgfaltspflichten von Unternehmen.

Die Zürcher Handelskammer (ZHK) ist grundsätzlich mit dem Verordnungsentwurf zum indirekten Gegenvorschlag zur Unternehmensverantwortungsinitiative (UVI) einverstanden. Die letzten Änderungen hat die Bundeskanzlei am 9. Juli veröffentlicht. Laut einer Mitteilung der ZHK berücksichtige dieser „wesentlich massvollere indirekte Gegenvorschlag des Parlaments“ die wichtigsten Anliegen der Wirtschaft angemessen. Jedoch bestehe die Notwendigkeit, einzelne Punkte zu überarbeiten, „sei es zur besseren Abstimmung mit den internationalen Entwicklungen oder um den Unternehmen mehr Klarheit in Bezug auf die Erwartungen des Gesetzgebers zu verleihen“.

Konkret fordert die ZHK unter anderem, wichtige Klarstellungen der Sorgfaltspflichten bezüglich Konfliktmaterialen und Kinderarbeit vom erläuternden Bericht zur Vernehmlassung zu übernehmen und auch in der Verordnung zu verankern. Zudem solle es Unternehmen ermöglicht werden, die neu erforderlichen Berichte in die bereits bestehende Struktur der Nachhaltigkeitsberichte zu integrieren. Ferner beantrage die ZHK, dass das neue Regelwerk samt seiner Ausführungsverordnungen nicht Anfang 2022, sondern erst ein Jahr später in Kraft tritt. mm

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