Wertschöpfung kompensiert Einbrüche der Pandemie

30. August 2022 14:44

Neuenburg - Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz hat 2021 das Niveau von 2019 übertroffen. Im Jahresvergleich legte es zu Vorjahrespreisen um 4,2 Prozent zu und damit den Rückgang von 2,4 Prozent im Jahr 2020 überkompensiert. Als Wachstumstreiber fungierten Industrie und Finanzdienstleistungen.

Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz habe 2021 über dem Niveau von 2019 gelegen, informiert das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Nach einem Rückgang um 2,4 Prozent im Jahr 2020 legte das BIP 2021 zu Preisen des Vorjahrs um 4,2 Prozent zu. Zu laufenden Preisen betrug das Wirtschaftswachstum 5,3 Prozent. 

Als Wachstumstreiber machen die Analysten des BFS Industrie und Finanzdienstleistungen aus. Die Wertschöpfung im Industriesektor fiel 2021 um 11,4 Prozent höher als im Vorjahr aus. Auch die Ausrüstungsinvestitionen lagen im Berichtsjahr um 8,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte seien nach einem pandemiebedingten Rückgang 2020 im Folgejahr zwar wieder angestiegen, hätten das Niveau von 2019 aber nicht erreicht, heisst es in der Mitteilung. Zudem wurden Branchen wie Gastgewerbe und Kultur auch 2021 von den Auswirkungen der Pandemie beeinträchtigt. 

Im Aussenhandel legten die Exporte von Waren im Jahresvergleich um 11,5 Prozent zu. Die Importe zogen gleichzeitig nur um 4,7 Prozent an. Die Handelsbilanz habe in Folge mit einem deutlich über dem Niveau von 2019 liegenden Überschuss geschlossen, schreiben die Analysten. Bei der Dienstleistungsbilanz verringerte ein Exportüberschuss bei den Lizenzgebühren das Defizit um 40 Prozent. 

Das Bruttonationaleinkommen stieg im Jahresvergleich um 5,4 Prozent an. Die Summe der Einkommen der in der Schweiz ansässigen Unternehmen und Haushalte habe sich damit analog zum Wachstum des BIP zu laufenden Preisen entwickelt, erläutern die Analysten. hs 

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