Unwetter verursachen 40 Millionen Franken Schaden

16. Juni 2021 15:03

Birmensdorf ZH - Unwetter haben im Jahr 2020 in der ganzen Schweiz Schäden von 40 Millionen Franken verursacht. Schwerpunkte lagen dabei in Luzern und im Tessin. Die meisten Schäden entstanden in den Monaten Juni, Juli, August und Oktober, wie eine Auswertung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft zeigt.

Durch Unwetter mit Starkregen ausgelöste Überschwemmungen, Rutschungen, Murgänge und Sturzprozesse haben im vergangenen Jahr schweizweit Unwetterschäden in Höhe von rund 40 Millionen Franken verursacht. Die Region Luzern und das Tessin waren mehrfach betroffen, ergibt die jährliche Auswertung der Unwetterschadensdatenbank durch die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Der grösste Teil der Schäden ereignete sich laut Medienmitteilung in den Monaten Juni, Juli, August und Oktober. Mehr als die Hälfte der schweizweiten Schadenssumme entstand laut WSL in den Kantonen Tessin und Luzern an wenigen Tagen im Juni und im August.  

Damit rangiert 2020 laut Medienmitteilung der WSL in der seit 49 Jahren erhobenen Datenreihe unter den zehn Jahren mit den geringsten unwetterbedingten Schäden. Nach diesen Angaben wurden 82 Prozent der Schäden von Hochwasser, Oberflächenabfluss und Murgängen angerichtet. Für die im Vergleich geringe Schadenssumme gab es laut den WSL-Experten zwei Gründe. Zum einen seien durch die langen Trockenperioden witterungsbedingt weniger Schäden entstanden. Und zum anderen hätten sich technische und organisatorische Vorkehrungen bewährt. Schäden seien dadurch verhindert oder zumindest begrenzt worden.

Als Beispiele für solche Vorsorge nennt die WSL-Mitteilung den Umgang mit den Rekordregen durch das Tief Brigitte im Oktober. So sei im Kanton Uri die Autobahn gesperrt und die hochwasserführende Reuss auf einem Stück über die Entlastungsanlage auf die A2 gelenkt worden. Dadurch seien der Region grossflächige Überschwemmungen erspart geblieben. Die Feuerwehr habe in Diesbach und Bettschwanden GL verhindert, dass sich Geschiebemassen des hochgehenden Diesbachs durch die Dörfer wälzten. Und in Locarno habe man das Gebiet in Seenähe bereits am Vortag der Überschwemmungen geräumt.

Trotz aller Schutzmassnahmen lassen sich nicht alle Unglücke verhindern, heisst es in der Mitteilung. Der einzige im Jahr 2020 im Zusammenhang mit den Unwettern erfasste Todesfall ereignete sich in Finhaut VS.Während der Starkregen im Oktober kam eine Person ums Leben, als ihr Auto von einem Steinschlag getroffen wurde. gba 

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