Unternehmen hadern mehrheitlich mit Daten

14. Juni 2021 14:07

Schlieren ZH - Die meisten Unternehmen schätzen das Potenzial von Daten und Künstlicher Intelligenz als hoch ein. Doch die wenigsten setzen ihre Daten strategisch ein. Grund dafür sind fünf verschiedene Hürden, wie eine Studie der Zühlke-Gruppe zeigt.

Mit 85 Prozent schätzt die überwiegende Mehrheit der Unternehmen das Potenzial von Daten und Künstlicher Intelligenz (KI) als hoch ein. Doch nur 10 Prozent würden ihr Geschäft als datengetrieben bezeichnen. Das zeigt eine Umfrage der Zühlke-Gruppe aus Schlieren unter 70 Unternehmen. Demnach sehen sich die Befragten mit fünf Hürden im Umgang mit Daten und KI konfrontiert, teilt der Innovationsdienstleister in einer Medienmitteilung mit.

So stellen die Daten an sich in einigen Unternehmen ein Problem dar. Denn oftmals sind sie zwar vorhanden, aber schwer zugänglich oder qualitativ unzureichend. „In vielen Fällen fehlt eine effektive Data Governance“, heisst es in der Medienmitteilung, also ein Datenverwaltungskonzept.

Eine weitere Hürde ist ein Mangel an Kompetenzen. So stellt die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Datenprojekten die grösste Herausforderung für manche Unternehmen dar.

Auch die falsche Motivation hinter Daten- und KI-Projekten kann ein Problem sein. Sind sie technologisch statt geschäftlich motiviert, dann bleiben sie häufig stecken. Daher sei eine ganzheitliche und fortlaufende Planung und Umsetzung von Innovationsprojekten entscheidend, schreiben die Experten von Zühlke.

Projekte können auch dann scheitern, wenn sie sich in der Proof-of-Concept-Phase befinden. Nämlich dann, wenn ein klares Konzept zur Umsetzung fehlt. Dann generieren selbst technisch machbare Lösungen keinen Wert, heisst es in der Medienmitteilung.

Zu guter Letzt stellen perfekt implementiere Lösungen eine Herausforderung dar, die nicht wie geplant genutzt werden. Grund: Sie können nicht oder nur mangelhaft in bestehende Tools und Plattformen integriert werden. Das ist der Studie zufolge der „prominenteste Grund für fehlende Akzeptanz neuer KI-basierter Lösungen“. Weitere Ursachen für dieses Phänomen seien ein generelles Misstrauen gegenüber KI oder mangelndes Training der Nutzer.

Unternehmen können je nach Reifegrad auf unterschiedlich viele Hürden treffen. Auffallend ist den Zühlke-Experten zufolge, dass oft Kleinunternehmen besonders datengetrieben agieren und weniger Herausforderungen sehen. ko

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