Universität Luzern bekommt zwei neue Fakultäten

13. Dezember 2021 12:52

Luzern - Der Regierungsrat will die tertiäre Bildung im Kanton Luzern weiterentwickeln. An der Universität Luzern ist die Einrichtung zweier neuer Fakultäten geplant. Die in der höheren Berufsbildung aktiven Institutionen sollen nicht gesteuert, sondern unterstützt werden.

Der Kanton Luzern will die höhere Berufsbildung und die Hochschulbildung im Kanton stärken und weiterentwickeln. Dazu hat der Regierungsrat einen Planungsbericht erarbeitet, informiert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Die Weiterentwicklung der tertiären Bildung im Kanton soll die Abwanderung hochqualifizierter Fachkräfte verringern und der kantonalen Wirtschaft „die dringend benötigten Fachkräfte“ zur Verfügung stellen.

An der Universität Luzern ist die Einrichtung zweier neuer Fakultäten geplant. Dabei soll das bestehende Departement für Gesundheitswissenschaften und Medizin per Frühlingssemester 2023 den Status einer eigenen Fakultät bekommen. Derzeit sind rund 250 Studierende in den Gesundheitswissenschaften und dem gemeinsam mit der Universität Zürich durchgeführten Masterstudiengang Humanmedizin eingeschrieben. Bis 2025 könnte die neue Fakultät auf rund 450 Studierende anwachsen, erläutert das kantonale Bildungs- und Kulturdepartement in einer entsprechenden Mitteilung.

Darüber hinaus ist die Einrichtung einer Fakultät für Verhaltenswissenschaften und Psychologie geplant. Als Vertiefungen sollen Kinderpsychologie, Rechtspsychologie sowie Gesundheits- und Rehabilitationspsychologie angeboten werden. Im Vollausbau ab 2028 sehen die Pläne Kapazitäten für rund 600 Studierende vor. Die für die Einrichtung der beiden Fakultäten notwendigen Änderungen des kantonalen Universitätsgesetzes gehen am 14. Dezember in die bis zum 15. März 2022 dauernde Vernehmlassung.

Allgemein sieht der kantonale Plan für die Luzerner Hochschulen ein massvolles und bedürfnisgerechtes Wachstum vor. Bei der höheren Berufsbildung setzt der Kanton auf Liberalität und schlanke Aufsichtsprozesse. Die mehrheitlich privat organisierten Bildungsorganisationen sollen nicht gesteuert, sondern in ihrem Bildungsauftrag und in ihrer Positionierung unterstützt werden. hs

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