UBS steigert Quartalsgewinn

27. April 2021 12:12

Zürich - Die Pleite des Hedgefonds Archegos hat den Gewinn der UBS im ersten Quartal 2021 geschmälert. Trotzdem konnte die Zürcher Grossbank ihren Reingewinn um 14 Prozent auf über 1,8 Milliarden Dollar steigern. Auch die von der UBS verwalteten Vermögen legten im Jahresvergleich zu.

Einer Mitteilung der UBS zufolge hat die Zürcher Grossbank im ersten Quartal 2021 Erträge in Gesamthöhe von 8,71 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum um 10 Prozent. Der Geschäftsaufwand legte im selben Zeitraum um 8 Prozent auf 6,41 Milliarden Dollar zu. Als Reingewinn wurden 1,82 Milliarden Dollar realisiert, das sind 14 Prozent mehr als im ersten Quartal 2020.

„Unter dem Strich verzeichneten wir in all unseren Kundensegmenten rekordhohe Aktivitäten“, wird UBS-CEO Ralph Hamers in der Mitteilung zitiert. Zudem seien die von der UBS im Wealth und Asset Management verwalteten Vermögen „wegen der fortgesetzten Nettozuflüsse“ um über 100 Milliarden Dollar auf insgesamt 4,2 Billionen Dollar gestiegen.

Der Zahlungsausfall des Hedgefonds Archegos hat jedoch auch das Ergebnis der UBS beeinflusst. Konkret musste die Bank dadurch Abstriche beim Geschäftsertrag in Höhe von 774 Millionen Dollar und beim Reingewinn in Höhe von 434 Millionen Dollar verbuchen. Die Bank nehme den Vorfall „sehr ernst“, erklärt Hamers. „Wir führen deshalb eine detaillierte Prüfung unserer entsprechenden Prozesse im Risikomanagement durch und ergreifen geeignete Massnahmen, um solche Vorfälle zukünftig zu vermeiden.“

In derselben Mitteilung kündigt die UBS die Umsetzung einer neuen Strategie an. Sie basiere auf dem Unternehmenszweck „Reimagining the power of investing. Connecting people for a better world“, erläutert Hamers. Mittels fünf „strategischen Prioritäten“ solle die UBS zu einem „noch kundenorientierteren, noch agileren und noch digitaleren Unternehmen“ entwickelt werden. hs

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