Studierende verwalten Wagniskapital

19. März 2021 10:39

Zürich - Die Zürcher Wagniskapitalfirma Wingman Ventures lanciert einen studentischen Fonds. Studierende werden aufstrebende Start-ups der besten Schweizer Universitäten finden und in sie investieren.

Insgesamt 15 bis 20 Studierende erhalten die Chance, eigenständig einen neuen Fonds der Zürcher Wagniskapitalfirma Wingman Ventures zu managen. Laut eines Artikels im europäischen Start-up-Magazin Sifted, das von der „Financial Times“ unterstützt wird, startet dieses Programm im April. Dafür werden 15 bis 20 Studierende von drei Universitäten ausgewählt, die „einen guten Ruf bei der Entwicklung von Start-ups haben": die Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne sowie die Universität St.Gallen.

Pro Universität entscheiden sich die Studierenden für fünf Investitionen in Höhe von jeweils 20'000 Franken in Start-ups aus der Studentengemeinschaft. Dabei haben sie volle Autonomie. Die Wagniskapital-Studierenden werden während eines einjährigen Stipendiums von Wingman und anderen europäischen Venture Capital (VC)-Unternehmen geschult. Vorbild ist der amerikanische Dorm Room Fund.

„Für uns ist das ein dreifacher Gewinn“, so Edouard Treccani, Head of Partnerships bei Wingman. „Die Start-ups bekommen Kapital, wir werden zu einer Anlaufstelle für Studierende, die später VCs werden wollen, und wir kommen den Start-ups näher.“

Die Kriterien, nach denen die VC-Studierenden ausgewählt werden, seien „Motivation, Diversität und ein Gefühl für Gemeinschaft und Kameradschaft“. Gewinnspannen stünden in diesem Stadium nicht im Vordergrund. „Ich möchte sicherstellen, dass es eine grossartige Erfahrung für die Studierenden wird. Das Ziel ist, dass sie eine Menge lernen.“ mm

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