Steuerbelastung bleibt stabil

14. Juli 2022 14:01

Basel - Die Steuerbelastung von Firmen und Fachkräften bleibt 2022 weitgehend stabil. Im internationalen Vergleich schneiden die Schweizer Kantone bei den Unternehmenssteuern weiterhin sehr gut ab. Dies könnte sich mit der Einführung der OECD-Steuerreform ändern, schätzt BAK Economics.

Die effektive Steuerbelastung für Unternehmen bleibe mit durchschnittlich 13,8 Prozent in den Kantonen in diesem Jahr gegenüber 2021 weitgehend unverändert, erläutert BAK Economics in einer Mitteilung zur jüngsten Ausgabe des Taxation Index des Wirtschaftsforschungsinstituts. Auch die Steuerbelastung hochqualifizierter Arbeitskräfte verändere sich im Jahresvergleich nur geringfügig um 0,2 Prozentpunkte auf 32,2 Prozent. In den vergangenen beiden Jahren hätten die Kantone hingegen die Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) mit teils deutlichen Senkungen bei Gewinn- und Kapitalsteuern abgeschlossen, schreibt BAK Economics.

Im kantonalen Vergleich haben die Analysten von BAK Economics eine tendenziell tiefe Besteuerung in den Kantonen der Zentralschweiz und eine mittlere Besteuerung in der Ostschweiz beobachtet. Im internationalen Vergleich liege die Steuerbelastung von Unternehmen und Hochqualifizierten in allen Kantonen aber deutlich unter dem jeweiligen internationalen Durchschnitt von 2021, erläutern die Analysten. Mit der von den Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beschlossenen Steuerreform stehe für die Kantone aber nach der Umsetzung der STAF „nahezu nahtlos die nächste grosse steuerliche Herausforderung an“. In der Schweiz soll die Mindeststeuer von 15 Prozent für Unternehmensgruppen mit einem Umsatz ab 750 Millionen Euro 2024 eingeführt werden. hs

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