Scienceindustries will praxistaugliche Regeln für Genomeditierung

21. März 2022 14:36

Zürich - Der Bund hat die Ausarbeitung einer Ausnahmeregelungen für die Genomeditierung beschlossen. Scienceindustries fordert hierbei praxistaugliche Regulierungen ein. Der Wirtschaftsverband Chemie Pharma Life Sciences will dazu alle betroffenen Kreise einbeziehen lassen.

Mit seiner Schlussabstimmung zum Gentechnikgesetz habe das Parlament die Weichen „für moderne Methoden der Pflanzenzüchtung“ gestellt, leitet scienceindustries seine Mitteilung ein. Konkret ist der Bundesrat aufgefordert, eine Ausnahmeregelung für molekularbiologische Techniken zur zielgerichteten Veränderung des Erbguts von Pflanzen (Genomeditierung) ausarbeiten zu lassen. Hier sind nach Ansicht des Wirtschaftsverband Chemie Pharma Life Sciences „differenzierte, risikobasierte und wissenschaftlich abgestützte Anpassungen der gesetzlichen Grundlagen“ nötig. Bei der Ausarbeitung „praxistauglicher Bestimmungen“ sollten alle betroffenen Kreise einbezogen werden, fordert scienceindustries.

Mit innovativen Technologien der Genomeditierung können Eigenschaften von Nutzpflanzen schneller verändert werden als mit herkömmlichen Methoden der Pflanzenzüchtung. Neben der Resistenz gegen Krankheiten geht es dabei auch um die Verbesserung von Inhaltsstoffen oder Anbaueigenschaften der Pflanzen. Bei der Zulassung neuer Sorten sollte der Fokus nach Ansicht von scienceindustries nicht auf den verwendeten Züchtungstechnologien, sondern auf den Produkteigenschaften liegen.

„Zahlreiche Länder haben ihre Regulierung den neuen Technologien bereits angepasst, die Schweiz hinkte bisher hinterher“, schreibt der Verband. „Praxisgerechte und innovationsfreundliche Regelungen für neue genetische Technologien für alle Anwendungsbereiche können einen wichtigen Standortvorteil für die Schweiz im europäischen und internationalen Innovationswettbewerb darstellen.“ hs

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