Energiestrategie ist auf Kurs

17. Dezember 2021 11:23

Bern - Die erste Wegmarke der Energiestrategie 2050 ist erreicht: Die Schweiz erfüllte per Ende 2020 die Richtwerte für die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien sowie für die Strom- und Energieeffizienz. Das zeigt der aktuelle Monitoringbericht des Bundesamts für Energie.

Die Energiestrategie des Bundes hat die Richtwerte für die erste Wegmarke im Jahr 2020 eingehalten. Das zeigt der jetzt veröffentlichte vierte Monitoringbericht des Bundesamts für Energie (BFE). Wie es in einer diesbezüglichen Medienmitteilung des BFE heisst, brauche es auf dem Weg zu einer klimaneutralen Energieversorgung bis 2050 jedoch weitere Anstrengungen.

Demzufolge lag die erneuerbare Stromproduktion 2020 ohne Wasserkraft bei 4712 Gigawattstunden oder 7,2 Prozent der gesamten Netto-Elektrizitätsproduktion. Damit war der im geltenden Energiegesetz verankerte Richtwert für 2020 von 4400 Gigawattstunden erreicht.

Besonders schnell erfolge der Ausbau erneuerbarer Stromproduktionstechnologien bei der Photovoltaik. Dort lag die Schweiz beim Pro-Kopf-Zubau im vergangenen Jahr im europäischen Vergleich auf Rang 5, vor Ländern wie Italien, Frankreich und Österreich. Die Ende 2020 installierte Leistung erzeugt rund 5 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs. Das entspreche etwa der Jahresproduktion des inzwischen abgeschalteten Kernkraftwerks Mühleberg.

Für die Wasserkraft ist im Energiegesetz für 2020 kein Richtwert vorgesehen. Um jenen der nächsten Wegmarke im Jahr 2035 zu erreichen, müssen jährlich durchschnittlich 70 Gigawattstunden Nettoproduktion hinzukommen.

Der Energieverbrauch pro Kopf lag 2020 witterungsbereinigt um 20,8 Prozent unter dem Vergleichsjahr 2000. Um 2035 den Richtwert von minus 43 Prozent zu erreichen, muss er nun durchschnittlich um 2,2 Prozent pro Jahr sinken. Im Jahr 2050 soll er minus 53 Prozent erreichen.

Der Stromverbrauch pro Kopf liegt seit 2015 unter dem Richtwert für 2020. Um jenen für 2035 zu erreichen, müsse sich die Stromeffizienz weiter deutlich verbessern. Nur so könne kompensiert werden, dass der Stromverbrauch durch die steigende Anzahl von Elektroautos und Wärmepumpen weiter zunehmen wird. mm

Mehr zu Erneuerbare Energien

Aktuelles im Firmenwiki