Forschende starten Projekt zur Speicherkapazität von Aluminium

16. August 2022 10:41

Rapperswil-Jona SG - Forschende aus der Schweiz und der Europäischen Union untersuchen, inwieweit sich Aluminium als Speicher für erneuerbare Energie eignen könnte. Das Projekt wird mit 3,6 Millionen Euro unterstützt und basiert auf Erkenntnissen der OST – Ostschweizer Fachhochschule.

Forschende aus der Schweiz und der Europäischen Union untersuchen laut einer Medienmitteilung gemeinsam Wege zur Speicherung erneuerbarer Energien. Die Forschungen stützen sich auf erste Ergebnisse der OST – Ostschweizer Fachhochschule und dem dort angesiedelten Institut für Solartechnik (SPF). Kern des bis ins Jahr 2026 angesetzten Forschungsprojekts Reveal ist es, herauszufinden, inwieweit Aluminium über die Speicherkapazitäten für Energie aus Wind, Sonne und Wasser verfügt.

Das Projekt wird über das Programm Horizon Europe der Europäischen Union und vom Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) mit 3,6 Millionen Euro gefördert, da es als wegweisend für das Erreichen der Klimaziele erachtet wird.

Infolge der öffentlichen Diskussion zur Reduzierung der Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten rücken kostengünstige Speicherlösungen für erneuerbare Energie in den Fokus, heisst es. Der Austausch fossiler Ressourcen durch erneuerbare Energieträger ist neben der Reduzierung des Verbrauchs nicht zielführend bei der Energiewende. Unverzichtbar ist es, zudem die nötige Infrastruktur zur Speicherung der regenerativen Energie zu realisieren. Bisherige Speicherlösungen in Form von Batterien, Wasserstoff oder synthetischen Brennstoffen seien lediglich kurze Zeit nutzbar. Technologien zur Speicherung erneuerbarer Energien über Monate oder ganze Jahreszeiten hinweg seien noch nicht weit verbreitet, heisst es. Im Labor konnten Projektpartner aus Island den Nachweis erbringen, „dass sich aus Aluminium auch wieder Wärme und elektrische Energie mit hoher Effizienz gewinnen lassen". heg

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