Schweiz setzt sich für Verringerung der Plastikproduktion ein

31. August 2022 12:54

Bern - Der Bundesrat macht sich für die internationale Einführung einer Plastikkonvention stark. Auf Basis eines solchen Abkommens will die Schweiz dazu beitragen, die Umweltbelastung durch Kunststoffe zu reduzieren. Dafür soll künftig weniger Plastik produziert werden.

Der Bundesrat hat das Mandat für Verhandlungen zur Ausarbeitung einer internationalen Plastikkonvention verabschiedet. Hintergrund ist gemäss einer Medienmitteilung eine von der Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UNEA) im März 2022 verabschiedete Resolution zur Schaffung eines internationalen Rechtsrahmens, um gegen die Plastikverschmutzung in der Umwelt anzugehen. Die Verhandlungen sollen im November beginnen und bis 2024 zu einer Konvention führen.

Das Abkommen nehmen den gesamten Lebenszyklus von Kunststoff in den Fokus: Rohstoffgewinnung, Herstellung, Gebrauch, Konsum, Abfallvermeidung- und Bewirtschaftung sowie die Rückgewinnung. Insbesondere die unsachgemässe Entsorgung stellt aus der Sicht des Bundesrates für die Umwelt eine erhebliche Belastung dar. Die Umweltverschmutzung lasse sich im gesamten Lebenszyklus von Plastik feststellen. Daher seien Massnahmen auf allen Ebenen erforderlich, um Umweltschäden infolge von Plastik und Mikroplastik zu verhindern und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

Die Konvention soll aus der Sicht des Bundesrates dazu beitragen, die Produktion neuer Kunststoffe herunterzufahren. Diejenigen Kunststoffe, die kaum wiederverwertbar seien und problematische Zusatzstoffe enthielten, sollten schrittweise abgeschafft weren. „Vermeidbare Verpackungen und bestimmte Einwegprodukte aus Kunststoff“ sollen künftig nur begrenzt verfügbar sein, heisst es in der Medienmitteilung. heg

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