Schweiz schliesst sich Erklärung über Krypto-Steuern an

13. November 2023 14:01

Bern - Die Schweiz hat sich entschlossen, den überarbeiteten OECD-Standard zum Informationsaustausch in Steuerfragen zu unterstützen. Dieser enthält nun zusätzlich auch ein Rahmenwerk für das Reporting von Vermögenswerten in Krypto-Währungen.

Die Schweiz hat laut einer Medienmitteilung gemeinsam mit fast 50 weiteren Staaten ein sogenanntes Joint Statement unterzeichnet. Mit dieser politischen Absichtserklärung verpflichten sich die Länder zur Umsetzung des überarbeiteten Rahmenwerks für den automatischen Austausch von steuerrelevanten Informationen (AIA). Neu beinhaltet dieser Common Reporting Standard (CRS) mit dem Crypto Asset Reporting Framework (CARF) auch einen Rahmen für das Reporting von Vermögenswerten in Krypto-Währungen. Es soll ab 1. Januar 2026 gelten.

Weil sich die Finanzmärkte sowie die angebotenen Dienstleistungen und Produkte stetig weiterentwickelt haben, hat die zuständige Arbeitsgruppe der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Auftrag der G20 den 2014 verabschiedeten und seit 2016 angewandten CRS überarbeitet. Im Zuge dieser Revision wurden auch die digitalen Entwicklungen berücksichtigt. Weitere Änderungen betreffen unter anderem erhöhte Anforderungen an die Sorgfalts- und Meldepflichten.

Am 17. Oktober 2023 hat der Rat der EU eine Richtlinie zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen nationalen Steuerbehörden (DAC 8) beschlossen. Im Zuge dieser Richtlinie wurde die Umsetzung des CARF und der CRS-Revision festgelegt. Die Schweiz will laut der Mitteilung beide umsetzen. Das Eidgenössische Finanzdepartement habe die zuständigen Parlamentskommissionen beider Räte diesbezüglich konsultiert. Bis Ende Juni 2024 werde eine Vernehmlassungsvorlage für die Umsetzung beider Rahmenwerke erarbeitet. ce/mm

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