Schweiz muss weg von der Droge CO2

02. Juni 2016 12:40

Bern - Die Schweiz soll bis 2040 ihren CO2-Ausstoss auf Null senken. Das fordert die Klimaallianz Schweiz, ein Zusammenschluss von 66 Organisationen, in einem Masterplan. Jährlich solle der Ausstoss um 4 Prozent gesenkt werden.

Die in der Klimaallianz Schweiz zusammengeschlossenen Organisationen werfen dem Bundesrat in einer Mitteilung vor, noch immer keinen kohärenten Plan zur Umsetzung des Klimaabkommens von Paris vorgelegt zu haben. Sie legt darum selbst einen ersten Massnahmenplan vor. So soll die Schweiz ihren CO2-Ausstoss bereits bis 2040 auf Null senken – der Bundesrat hat bisher kein Datum für einen endgültigen Ausstieg aus den fossilen Energieträgern vorgelegt. Dazu müssten die Ambitionen verdoppelt werden: Statt wie bisher vorgesehen um 2 Prozent müsste der CO2-Ausstoss jährlich um 4 Prozent gesenkt werden. Die Schweiz solle zudem auch globale Verantwortung wahrnehmen und pro Jahr 1 Milliarde Franken zur internationalen Klimafinanzierung beisteuern, und zwar unabhängig von der normalen Entwicklungszusammenarbeit.

Die Klimaallianz begründet ihre Forderungen mit dem ehrgeizigen Ziel, dass das Klimaabkommen selbst setzt. „Um die Chance auf eine 1,5 Grad wärmere Welt zu wahren, muss diese Null global bereits 2050 erreicht werden“, wird Georg Klingler von Greenpeace zitiert. Dazu brauche es auch neue gesetzliche Vorgaben. „Intelligente Regulierungen helfen, dass folgenschwere Fehlinvestitionen ausbleiben und Reinvestitionen zur Klimawende beitragen“, so Patrick Hofstetter vom WWF Schweiz.

Der Klimaallianz gehören 66 Organisationen an. Dazu gehören ausser Greenpeace und dem WWF unter anderem auch die Grünen und die Grünliberalen, der Schweizerische Gewerkschaftsbund und der VCS.  stk

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