Schweiz liegt bei Börsengängen über dem Trend

15. Dezember 2016 14:35

Zürich - Anzahl und Volumen der Börsengänge sind 2016 im Vergleich mit dem Vorjahr drastisch zurückgegangen. Auch das nächste Jahr wird laut Einschätzung von EY eher durchwachsen aussehen. Die Schweiz steht im internationalen Vergleich relativ gut dar.

Insgesamt 1055 Unternehmen haben einer Mitteilung von EY zufolge im ablaufenden Jahr den Sprung an die Börse gewagt. Das sind 16 Prozent weniger als 2015. Das Volumen der Börsengänge nahm im selben Zeitraum um rund ein Drittel auf 135 Milliarden Dollar ab. Rückgänge wurden vor allem in den USA und Europa verzeichnet, im den Markt dominierenden Asien waren sie weniger ausgeprägt. Der Börsengang der deutschen RWE-Ökostromtochter Innogy war mit 5,2 Milliarden Dollar der grösste in Europa und lag weltweit auf dem zweiten Rang hinter der Postal Savings Bank of China. 

Aus der Schweiz konnte ein Anstieg der Börsengänge von zwei im vergangenen auf sechs in diesem Jahr vermeldet werden. Dabei liessen sich die Life Sience-Unternehmen AC Immune und Crispr Therapeutics an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq kotieren. Der Netzwerkdienstleister TalkPool ging an die Stockholmer Nasdaq First North, das Life Science-Unternehmen GeNeuro an die Pariser Euronext. Die heimische SIX konnte den Vakuumventilhersteller VAT und Investis Holding gewinnen. Zusammen erreichten die sechs ein Emissionsvolumen von 989,5 Millionen Dollar. Das mit 2,65 Milliarden Dollar deutlich höhere Ergebnis von 2015 war vor allem dem Börsengang von Sunrise geschuldet. „2016 war vor allem für die Schweizer Unternehmen aus der Life Sciences Branche ein gutes Börsenjahr“, wird Roger Müller, Partner und IPO Leader bei EY Schweiz in der Mitteilung zitiert. Für das neue Jahr sieht Müller hierzulande „mehrere Börsengänge realistisch“. hs

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