Scewo geht ohne Investition aus „Höhle der Löwen“

12. Oktober 2021 09:36

Winterthur - Noch nie in der Geschichte der „Höhle der Löwen“ haben Gründer eine so hohe Investition gefordert wie die des Winterthurer Start-ups Scewo: 5 Millionen Euro für 10 Prozent Firmenbeteiligung. Diese Firmenbewertung für einen treppensteigenden Rollstuhl war den Investoren jedoch zu hoch.

Scewo hat in der deutschen Ausgabe der Fernsehsendung „Höhle der Löwen“ die rekordhohe Investitionssumme von 5 Millionen Euro für seinen treppensteigenden Elektrorollstuhl BRO gefordert. Dafür war das dreiköpfige Gründerteam aus Winterthur bereit, 10 Prozent der Firmenanteile abzugeben. Eine Firmenbewertung von 50 Millionen Euro war den Investorinnen und Investoren jedoch zu hoch. Einzig Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer zeigte sich interessiert. Letztendlich schien ihm jedoch der Markt für den „Rolls Royce unter den Rollstühlen“ zu klein.

„Wir haben bereits damit gerechnet, dass es zu keinem Deal kommen wird“, so Mitgründer Thomas Gemperle in einer Medienmitteilung. „Es ist uns bewusst, dass man 5 Millionen nicht einfach mal so investiert und es dazu weitere Abklärungen braucht.“

In einer Finanzierungsrunde der Serie A hatte die Ausgründung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich Ende September 8,5 Millionen Franken Risikokapital erhalten. Zu den Investoren gehören unter anderem Verve Ventures, Wingman Ventures, die Zürcher Kantonalbank, Medtech-Unternehmer Willi Miesch, die Boundary Holding. Damit will das Unternehmen die internationale Expansion vorantreiben. mm

 

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