RocketVax findet Basler Partner für Corona-Impfstoff

16. Juni 2021 12:39

Basel - RocketVax hat Kooperationspartner für die Entwicklung seines neuartigen Impfstoffs gegen das Coronavirus gefunden. Das Universitätsspital Basel, die Universität Basel und das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut stellen finanzielle Mittel, Forschungsinfrastruktur und Personal zur Verfügung.

Das Universitätsspital Basel (USB), die Universität Basel und das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) gehen eine Forschungskooperation mit RocketVax ein. Alle vier sind in Basel ansässig. Das vor einem Jahr gegründete Start-up entwickelt eigenen Angaben zufolge einen Impfstoff der nächsten Generation gegen COVID-19. Er soll eine längerfristige Immunantwort auslösen und einen besseren Schutz gegen Virusmutanden bieten. „Das Knowhow und die innovativen Ideen zur Weiterentwicklung der Impfung sind in der Region Basel vorhanden“, so das USB in einer Medienmitteilung. „Dieses Potenzial nutzen die Forschungspartner, um jetzt ein ,window of opportunity' zu öffnen.“

Das USB ermögliche durch eine Anschubfinanzierung von 1 Million Franken die Fortführung der bereits begonnenen präklinischen Forschungsarbeiten am neuen Impfstoff. Die Universität Basel und das Swiss TPH beteiligen sich durch Bereitstellung ihrer Forschungsinfrastruktur und personeller Ressourcen. Der Kanton Basel-Stadt unterstützt diese Forschungskooperation mit einer weiteren Million Franken. Sowohl die Schweiz wie auch das Ausland könnten durch einen in der Region Basel hergestellten Impfstoff profitieren, so das USB. Die erste sechsmonatige Projektphase wurde von Innosuisse mit 1,2 Millionen Franken gefördert.

Der Impfstoff von RocketVax verwendet auf dem Coronavirus basierende Vektoren. Ihn zeichnet aus, dass er anders als die Impfstoffe der ersten Generation, die nur auf das Spike-Protein abzielen, dem Immunsystem ein grosses Spektrum von Bestandteilen des SARS-CoV-2-Virus präsentiert. Dies soll eine deutlich breitere Antikörperreaktion provozieren und das Risiko viraler Fluchtmechanismen reduzieren. Durch einen eingebauten „Fehler“ kann es sich aber nicht vermehren, ist also nicht infektiös. mm

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