Pusch lotet Möglichkeiten zur Wiederverwertung von Matratzen aus

08. Juli 2021 12:00

Zürich - Im Rahmen des Projekts Making Furniture Circular hat Pusch eine Matratzen Landkarte erstellt. Hier werden aktuelles und mögliches Vorgehen bei Produktion, Handel und Entsorgung beziehungsweise Wiederverwertung von Matratzen detailliert aufgezeigt. Derzeit landen die meisten Matratzen noch in der Verbrennungsanlage.

Die Umweltorganisation Praktischer Umweltschutz (Pusch) macht sich für Kreislaufwirtschaft stark. Unterstützt von dem Pionierfonds der Migros-Gruppe hat Pusch die Kampagne Make Furniture Circular lanciert. Im Rahmen dieser Kampagne hat Pusch eine sogenannte Matratzen Landkarte erstellt. Sie zeigt detailliert das aktuelle Vorgehen bei Produktion, Handel und Entsorgung beziehungsweise Wiederverwertung von Matratzen auf.

Derzeit landeten jährlich Matratzen im Gesamtgewicht von bis zu 1 Million Stück in Schweizer Kehrichtverbrennungsanlagen, informiert die Matratzen Landkarte. Als Hindernisse für eine Wiederverwertung der in den Matratzen enthaltenen Materialien werden dort unter anderem fehlende Kennzeichnungen der verwendeten Materialien und die nicht wieder zu lösende Verklebung der unterschiedlichen Schichten genannt. Auch fehle es aktuell noch an Abnehmern für aus Matratzen gewonnene wiederverwertbare Rohstoffe.

In der Matratzen Landkarte werden aber auch  Ansätze zur Wiederverwertung von Matratzen erläutert. So stellt Pusch unter anderem den niederländischen Matratzenhersteller Auping vor. Er hat eine Matratze entwickelt, die sich leicht in ihre wiederverwertbaren Bestandteile zerlegen lässt. Die ECOVAL-Matratzenrecyclinganlage in Frankreich gewinne jährlich rund 4500 Tonnen Rohstoff auf 10'000 Tonnen Matratze zurück, informiert die Publikation. Insgesamt verwerteten die grössten Entsorger europaweit rund 1,75 Millionen alte Matratzen pro Jahr. Angesicht von gleichzeitig anfallenden rund 30 Millionen alter Matratzen sei dies bisher jedoch „nur ein Bruchteil“. hs

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