Politik soll laut KMU Resilienz gegen Krisen steigern

02. Juni 2022 13:24

Baar ZG - In einer Umfrage unter KMU wird deutlich, dass über 70 Prozent der Befragten mit einer weiteren Verschärfung der derzeitigen Krisen rechnen. Von der Politik wünschen sie sich finanzielle Unterstützung, Abbau der Bürokratie und grössere gesetzliche Flexibilität.

Schweizer KMU befürchten, dass es Krisen in den aktuellen Dimensionen in den kommenden Jahren häufiger (47 Prozent) oder viel häufiger (24 Prozent) geben wird. Das zeigt eine von YouGov im Auftrag des B2B-Plattformbetreibers Visable in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Frankreich parallel durchgeführte Umfrage unter kleinen und mittleren Unternehmen. „Es ist beunruhigend, dass über zwei Drittel aller KMU in einer solch zugespitzten Lage von einer weiteren Verschlimmerung ausgehen“, wird Visable-CEO Peter F. Schmid in einer Medienmitteilung zitiert. „Wer Angst hat, der investiert weniger in die Zukunft.“

Als grösste Bedrohung nannten die Schweizer Befragten Wirtschaftskrisen (28 Prozent), den Ukraine-Krieg (17 Prozent) und Corona (16 Prozent). Cyberattacken und Hackerangriffe werden von 12 Prozent genannt. 37 Prozent gaben an, dass ihr Unternehmen seit Anfang 2021 durch die grossen Krisen bis zu einem Viertel des Umsatzes eingebüsst hat. 20 Prozent haben noch höhere Umsatzeinbussen erlitten.

Massiv steigende Kosten für Rohstoffe (34 Prozent) und Energie (29 Prozent) machen den KMU derzeit am meisten zu schaffen. Ausfälle durch Krankheit und Quarantäne nannten 28 Prozent, Fach- und Arbeitskräftemangel 29 Prozent. Als akutes Problem bezeichnete ein gutes Fünftel die anziehende Inflation.

Vor diesem Hintergrund fordern die KMU „einigermassen deutlich“ politische Massnahmen zur Stärkung der Resilienz: Steuersenkungen und andere finanzielle Unterstützung (34 Prozent), Bürokratieabbau und grössere gesetzliche Flexibilität (je 30 Prozent). Ein Viertel will schärfere Instrumente gegen den Klimawandel und Investitionen in den Umweltschutz. mm

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