Pharmasuisse und FMH wollen Covid-Zertifikat lancieren

03. Mai 2021 14:06

Bern - Der Ärzteverband FMH und der Apothekerverband Pharmasuisse wollen ein eigenes Covid-Zertifikat lancieren. Dieses soll bereits innerhalb eines Monats bereitstehen. Auch die Kompatibilität mit dem Zertifikat der EU soll gewährleistet werden.

Für Geimpfte, Genesene, Getestete dürfte es ab Juni Privilegien geben. Dies hat der Bundesrat am 28. April in einer laufenden Vernehmlassung vorgeschlagen. So sollen solche Personen etwa an Veranstaltungen teilnehmen können.

In diesem Zusammenhang gewinnen Covid-Zertifikate an Bedeutung. Der Bund treibt einerseits selbst die Entwicklung eines solchen Zertifikats voran. Andererseits lässt er eines von den privaten Firmen Sicpa und Elca entwickeln. Im Mai soll entschieden werden, welche Variante genutzt wird, wie aus einem Artikel der „NZZ am Sonntag“ hervorgeht. Die Lösung soll dann im Sommer bereitstehen.

Der Ärzteverband FMH und der Apothekerverband Pharmasuisse wollen diese Lösung nicht abwarten. Sie lancieren einer Medienmitteilung zufolge ein eigenes Zertifikat, das bereits innerhalb eines Monats bereitstehen wird. Es sei fälschungssicher und basiere auf eine bereits bestehende Software. Ausserdem soll es auch mit dem Zertifikat der EU kompatibel sein. Die Grundfinanzierung werden die Verbände für das laufende Jahr selbst tragen.

„Falls Bundeszertifikate planungsgemäss Ende Juni zur Verfügung stehen würden, so müssten die im Impfbüchlein von Hand eingetragenen Impfungen von Hunderttausenden von Menschen dann umgehend in ein internationales Covid-Zertifikat umgewandelt werden“,schreiben die Verbände in ihrer Mitteilung. Dies würde einen „massiven administrativen Aufwand“ generieren und Verzögerungen mit sich bringen. „Auf den Bund zu warten, wird unter Umständen sehr teuer für alle“, sagt Martine Ruggli, Präsidentin von Pharmasuisse, gegenüber der „NZZ am Sonntag“. ssp

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