OnlineDoctor testet E-Rezepte

15. August 2022 10:35

St.Gallen/Bern/Wallisellen ZH - Hautärzte können erstmals über die Plattform von OnlineDoctor elektronische Rezepte für ihre Patienten ausstellen. Dafür arbeitet der St.Galler Anbieter für Telemedizin mit dem Softwareentwickler HCI Solutions und der Firma Health Info Net zusammen.

Das Start-up OnlineDoctor mit Sitz in St.Gallen lanciert einen Piloten für das Ausstellen von E-Rezepten. Damit können Hautärzte über die Plattform von OnlineDoctor neben einer Diagnose und Handlungsempfehlung auch Medikamente auf digitalem Weg verschreiben, heisst es in einer Medienmitteilung.

Demnach ist OnlineDoctor der erste Anbieter für Telemedizin, der diese Dienstleistung startet. Dazu kooperiert das 2016 gegründete Unternehmen mit der Firma Health Info Net (HIN) aus Wallisellen und ihrem HIN-Standard zur Gewährleistung von Datensicherheit im Gesundheitswesen. Des Weiteren arbeitet es mit dem Berner Softwareentwickler HCI Solutions, einer Tochtergesellschaft der Galenica-Gruppe, zusammen.

Den Angaben zufolge ist ein Viertel aller Dermatologen an OnlineDoctor angeschlossen. Im Rahmen des Piloten können sie ihren Patienten ab sofort via OnlineDoctor mit der Lösung Documedis HCI Solutions ein E-Rezept ausstellen. Mit Hilfe des Services HIN-Sign von Health Info Net können sie es mit einer rechtskonformen elektronischen Signatur unterschreiben.

Ein solches E-Rezept beinhaltet die gleichen Informationen wie ein Papier-Rezept und ist darüber hinaus fälschungssicher und kopiergeschützt. Apotheken benötigen die entsprechenden technischem Möglichkeiten zur Einlösung eines E-Rezeptes. Gesundheitsdaten werden laut Mitteilung nicht durch externe Partner gespeichert.

„Meine Patientinnen und Patienten müssen nicht mehr persönlich in die Praxis kommen oder tagelang auf die Post warten, um ihr Rezept zu erhalten“, wird Paul Scheidegger, Mitgründer von OnlineDoctor und Dermatologe aus Brugg, in der Medienmitteilung zitiert. „In der Pilotphase können wir jetzt unter kontrollierten Bedingungen sehen, wie das E-Rezept im ärztlichen Alltag, in der Apotheke und bei Patientinnen und Patienten angenommen wird.“ ko

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