Neurimmune führt erfolgreiche Studie durch

10. Dezember 2019 12:33

Schlieren ZH - Die Schlieremer Biotechfirma Neurimmune war an einer Studie der Universität Florida beteiligt. Dabei wurden wertvolle Erkenntnisse zur Bekämpfung der Nervenkrankheit amyotrophe Lateralsklerose (ALS) gesammelt.

Die Universität Florida hat unter Beteiligung der Johns Hopkins Universität eine Studie zur Bekämpfung von ALS durchgeführt, an welcher auch Lien Nguyen von Neurimmune mitgewirkt hat. Laut einer Medienmitteilung des Schlieremer Biotechunternehmens wurde dabei aufgezeigt, dass menschliche Antikörper ein bestimmtes mutiertes Protein im Gehirn von ALS-Patienten angreifen können, was zu einer geringeren Neuroinflammation, der Entzündung von Nervengewebe, führt. Zudem kann die Neurodegeneration verlangsamt und eine längere Lebensdauer der Patienten einer bestimmten Form von ALS erreicht werden.

Die vorklinische Studie ist an einem Mausmodell durchgeführt worden und liefert laut der Mitteilung den ersten Beweis, dass eine neuartige Immuntherapie eine wirkungsvolle Behandlung bestimmter Arten von ALS und auch der Frontotemporalen Demenz (FTD) darstellen könnte. „Wir freuen uns über die schnellen Fortschritte dieses gemeinsamen Projektes zur Entwicklung menschlicher Antikörper zur Behandlung der am weitesten verbreiteten genetischen Ursachen von ALS und FTD“, wird Jan Grimm in der Mitteilung zitiert, Managing Director und leitender Wissenschaftler von Neurimmune.

Neurimmune entwickelt Behandlungsmethoden, die auf menschlichen Antikörpern basieren. Diese sollen der Behandlung von Krankheiten wie Alzheimer oder ALS dienen. Bei Neurimmune handelt es sich um eine Ausgliederung aus der Universität Zürich (UZH) mit Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. jh

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