Negativzinsen treiben Schweizer an die Börse

07. Oktober 2021 14:07

Wallisellen ZH - Die Einschränkungen während der Pandemie hat das weltweite Geldvermögen auf 200 Billionen Euro erhöht. Beim Nettovermögen pro Kopf belegt die Schweiz weltweit den zweiten Platz. Anstelle von Bankeinlagen setzen Schweizer beim Sparen vermehrt auf Aktien.

Das weltweite Brutto-Geldvermögen ist im vergangenen Jahr erstmals auf 200 Billionen Euro gestiegen, informiert Allianz Suisse in einer Mitteilung zum aktuellen „Global Wealth Report“ der Allianz. Als Treiber für das Wachstum um 9,7 Prozent im Jahresvergleich werden dort Ersparnisse genannt. Sie seien von den durch die Pandemie reduzierten Konsummöglichkeiten verursacht worden.

In der Schweiz haben die Analysten der Allianz im vergangenen Jahr ein vergleichsweise geringes Wachstum der Brutto-Geldvermögen beobachtet. Nach einem Anstieg um 7,6 Prozent im Vorjahr habe das Wachstum 2020 nur 3,9 Prozent betragen, wird in der Mitteilung erläutert. Allerdings haben Schweizer Haushalte dabei mit 48 Milliarden Euro fast zehnmal mehr Gelder an den Kapitalmärkten angelegt als 2019. Gleichzeitig reduzierten die Sparenden ihre Bankeinlagen von 34 auf 29 Milliarden Euro. „Die Negativzinsen trieben sie an die Börse“, schreiben die Analysten.

In der Rangliste der weltweit reichsten 20 Länder belegte die Schweiz mit einem Netto-Geldvermögen von 212'050 Euro pro Kopf im vergangenen Jahr wie im Vorjahr erneut den zweiten Platz. Die USA konnten ihren Platz an der Spitze der Rangliste behaupten. Einige europäische Länder seien im aktuellen Ranking dagegen „relativ dramatisch abgestürzt“, heisst es in der Mitteilung. Konkret zählen die Analysten dort Italien, Frankreich, Belgien und Grossbritannien auf. hs

 

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