Hochschule Luzern forscht am perfekten Haus

06. Dezember 2023 09:26

Horw LU - Das Departement Technik & Architektur der Hochschule Luzern verfügt auf dem Dach ihres Laborgebäudes über einen neuen Bau. Dieses Forschungsmodul soll dabei helfen, ressourcenschonendes Heizen, Lüften und Kühlen neu zu denken.

Ein neues Forschungsmodul der Hochschule Luzern – Technik & Architektur in Horw, das dank einer Spende gebaut werden konnte, ermöglicht die Simulation verschiedener Bauweisen. Das 4 Meter hohe Gebäude, das auf einer Grundfläche von 64 Quadratmetern errichtet wurde, ist Teil des Projekts Das perfekte Haus.

Darin befinden sich zwei Forschungsräume und ein mit Gebäudetechnik vollgepackter Technikraum. Wie die Hochschule Luzern in einer Medienmitteilung ausführt, messen 60 Sensoren auf den Raumoberflächen laufend den Wärmehaushalt und füttern damit ein Rechenmodell, das daraus die Oberflächentemperaturen berechnet. Entsprechend fordert es im Technikraum Wasser mit der richtigen Temperatur an, das durch Aluminiumelemente an den Raumflächen fliesst.

Damit ist es möglich, Raumzustände erlebbar zu machen, die aus der Verwendung der jeweiligen Materialien und Technologien resultieren. Denn für das ressourcenschonende Heizen, Lüften und Kühlen macht es einen Unterschied, ob die Wände eines Raums aus schwerem Beton oder aus Holz erstellt wurden, ob sich zwei oder sechs Personen darin aufhalten und wie sich eine Heizung oder ein Lüftungssystem in einem Holz- oder einem Betonbau verhält.

„Im gebauten Forschungsmodul wollen wir klären, wie sich bauliche und technische Massnahmen noch besser kombinieren lassen und wie die Gebäudetechnik und Architektur zukünftig aussehen wird“, so Projektleiter Markus Koschenz. Die Erkenntnisse daraus sollen in ein virtuelles Modell übernommen werden, in dem die Geometrien der Räume oder der Standort des Gebäudes verändert werden können. „Damit verbinden wir die Vorzüge der realen Messung mit der Flexibilität der digitalen Welt.“ ce/mm

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