Bild: gottardo2016.ch

Gotthard ist ein starkes Signal

01. Juni 2016 13:49

Rynächt UR/Pollegio TI - Der neue Gotthardtunnel zeige, dass auch im 21. Jahrhundert epochale Leistungen möglich seien, hat Bundespräsident Schneider-Ammann bei seiner Eröffnung gesagt. Gute Verkehrswege seien ein Pfeiler einer prosperierenden Wirtschaft.

Für Johann Schneider-Ammann ist der neue Gotthardbasistunnel ein starkes Signal über die Grenzen hinaus: „In der Schweiz und in Europa sind weiterhin epochale Leistungen machbar“, sagte der Bundespräsident in seiner Rede zur Eröffnung des Tunnels. „Das 21. Jahrhundert, es kann auch ein europäisches sein!“ Schneider-Ammann unterstrich, dass der Tunnel die Kapazitäten auf der Achse zwischen den Nordseehäfen und Genua stärke. Auch in Zeiten der Digitalisierung brauche es den Güterverkehr. „Gute Verkehrswege sind Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“, so Schneider-Ammann.

Aus der Sicht von Bundesrätin Doris Leuthard verleiht der neue Basistunnel der Schweizer Politik der Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene neuen Schub. „Sobald 2020 der Ceneri-Basistunnel fertig ist und die Flachbahn ihren vollen Nutzen entfaltet, erhöht sich die Attraktivität der Bahn massiv“, so die Verkehrsministerin. „Auf langen Strecken gehören Güter auf die Bahn – zum Wohl der Alpen, der Natur und der Bevölkerung.“

An der Eröffnung nahmen unter anderem die Staats- und Regierungschefs der Nachbarländer teil, darunter François Hollande und Angela Merkel. Mit dem neuen österreichischen Kanzler kam auch ein Kenner: Christian Kern war bis vor kurzem Chef der Österreichischen Bundesbahnen. Mit dabei bei der Eröffnung waren auch die EU-Verkehrsminister und die europäischen Bahnchefs, die sich zuvor in Lugano getroffen hatten. stk

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