Gesundheitscluster Lengg bezieht Energie aus dem Zürichsee

01. Juni 2022 13:55

Zürich - Energie 360° und das Gesundheitsquartier Lengg bauen einen Energieverbund für eine klimaneutrale Wärme- und Kälteversorgung auf. Kliniken und Institute sollen mit Hilfe erneuerbarer Energie aus dem Zürichsee heizen und kühlen können. Der Baubeginn ist für 2023 vorgesehen.

Energie 360° investiert einer Medienmitteilung zufolge rund 90 Millionen Franken in einen Energieverbund mit dem Gesundheitscluster Lengg. Die dort zusammengeschlossenen acht Spitäler und Forschungsinstitute sollen bis 2026 auf eine klimaneutrale Wärme- und Kälteversorgung aus Zürichsee-Wasser und Wärmepumpen umgestellt werden. Für das Vorhaben sieht Energie 360° vor, den See im Bereich der „Wässerig-Wiese“ in Zollikon anzuzapfen. Das Areal Lengg soll über Leitungstrassen an den See angeschlossen werden.

Das Zürcher Quartier Lengg eigne sich dank mehrerer dort ansässiger grosser Institute der Gesundheitsversorgung gut für eine Energieversorgung über Seewassernutzung. Durch den Energieverbund setze Lengg neue Massstäbe beim Klimaschutz: So entstehe dort „die grösste Spitallandschaft Europas, die klimaneutrale Energie nutzt“. In den Kliniken lasse sich der Ausstoss von CO2 um bis zu 10’000 Tonnen reduzieren. Das entspreche rund 4 Millionen Litern an fossilem Heizöl oder 1400 bewaldeten Fussballfeldern, deren Bäume der Atmosphäre CO2 entziehen.

Die Bauarbeiten sollen 2023 starten. Neben dem Gesundheitscluster hätten bereits zwei städtische Wohnquartiere und die Gemeinde Zollikon ihr Interesse am Energieverbund angemeldet.

Mit der Investition in ein neues Energiekonzept verfolgt die Zürcher Energieversorgerin das Ziel, bis 2040 ausschliesslich erneuerbare Energie zu liefern. heg

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