Geopolitische Lage trübt Stimmung der ICT-Branche

28. September 2022 13:08

Zürich - Die ICT-Branche rechnet aufgrund der geopolitischen Lage mit Verschlechterungen hinsichtlich Lieferketten, Verfügbarkeit, Inflation und Wechselkursen. Bei Umsatz und Aufträgen wird hingegen mehrheitlich Wachstum erwartet. Dies zeigt der aktuelle ICT Index von Swico.

Der vom ICT-Branchenverband ermittelte Swico ICT Index für das vierte Quartal 2022 ist im Vergleich zum Vorquartal um 3,8 Punkte auf den Stand von 110,6 Punkten gesunken, informiert Swico in der Zusammenfassung des Index. Er liegt damit aber weiterhin deutlich in der bei 100 Punkten beginnenden Wachstumszone. Die Branche habe weiterhin positive Erwartungen hinsichtlich Umsatzwachstum und Auftragseingang, erläutern die Analysten von Swico. Bei der Bruttomarge rechnen die Unternehmen aller Segmente bis auf Consulting und IT-Technologie hingegen mit einer Abnahme. 

Als Hintergrund für die eingetrübte Stimmung in der Branche werden in der Zusammenfassung Lieferengpässe, unsichere Lieferfristen, Preisschwankungen, Preisdruck, Inflation und Fachkräftemangel genannt. „Wie erwartet treffen die aktuellen geopolitischen Krisen auch unsere Schweizer ICT-Branche“, wird Swico-Geschäftsführerin Judith Bellaiche in einer Mitteilung des Branchenverbands zum Index zitiert. „Die zentrale Herausforderung ist der Fachkräftemangel – der Erfolg der Schweizer Digitalbranche steht und fällt mit dem Pool an qualifizierten Arbeitskräften.“ 

Innerhalb der Branchensegmente büssen Software, Consulting, IT-Services und IT-Technology  und Imaging, Printing, Finishing im Vergleich zum Vorquartal zwar Punkte ein, liegen mit Werten zwischen 112,2 und 103,8 Punkten aber weiterhin in der Wachstumszone. Consumer Electronics verlor dagegen 13,4 Punkte und rutschte mit einem Stand von 79,8 Punkten weiter unter die Wachstumsgrenze von 100 Punkten. hs

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